Zwei Berater für passende "Bad Bank" mandatiert

17. Juli 2013, 14:41
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Wien/Klagenfurt - Zwei deutsche Berater sollen den Hypo-Alpe-Adria-Eigentümer Republik und die Bank selber auf der Suche nach einem endgültigen Modell für eine "Bad Bank" unterstützen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg nannte am Mittwoch Sachsen Asset Management GmbH und das Bankhaus Lampe.

Die Sachsen Asset Management unter ihrem Chef Wolf-Dieter Ihle ist in Deutschland im "Bad Bank"-Business aktiv, sie verwaltet im Auftrag von Sachsen die "giftigen" Papiere und Altlasten der SachsenLB.

Auch für die Hypo Alpe Adria wird hinter den Kulissen eine Bad Bank vorbereitet, in die faule Kredite, andere riskante Positionen und Beteiligungen, die aktuell nicht verkäuflich sind, ausgelagert werden sollen. Damit soll wie berichtet fürs erste die Abschreibungslast für die Bank und damit für den Bund reduziert werden. Es soll um mindestens 12 Mrd. Euro Volumen für die Hypo Bad Bank gehen, es dürfte aber deutlich mehr werden. Wie die Lösung aussehen soll, soll noch vor der Wahl fest stehen.

Eine schonende Variante für den Staatshaushalt wäre es, eine Bad Bank-Struktur zu installieren, in der der Staat nur die Minderheit hält. Die nötige Mehrheit sollte über die anderen Banken im Land "dargestellt" werden. In Bankenkreisen verlautete, man werde "wohl mitmachen, wenn es ein Angebot an alle" gebe. Bisher habe es aber kein solches "Angebot" gegeben. Es dürfe nicht mit neuem Risiko verbunden sein, sagte ein anderer Banker. Insofern spielten Staatsgarantien für eine solche Abbaufirma eine entscheidende Rolle. Der neue Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Karl Sevelda, schloss letzte Woche im "Format" nicht aus, an einer Hypo-Bad-Bank-Lösung mitzumachen, wenn dafür die Bankenabgabe reduziert wird. Ähnliches hat der Chef der Bank Austria, Willibald Cernko, angedeutet. (APA, 17.7.2013)

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