Befall mit Varroa-Milben verändert Gehirn von Bienen

20. Juli 2013, 17:34
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Forscher stellten fest, dass sich Aktivität von 455 Genen ändert

Paris - Honigbienen verändern beim Befall mit der Varroa-Milbe die chemische Struktur ihrer Haut und ihre Gehirnfunktion: Das geht aus einer Studie des Französischen Instituts für Agrarforschung (INRA) hervor, die in der Zeitschrift "BMC Ecology" veröffentlicht ist. Die Varroa-Milbe (Varroa destructor) trägt ihren Teil zum weltweiten Bienensterben bei. Die winzigen Spinnentiere schwächen auch Larven, indem sie ihnen Flüssigkeit entziehen. Zudem übertragen sie beim Einstechen und Saugen Krankheiten von Biene zu Biene und können so ganze Völker zerstören.

Die INRA-Forscher infizierten einzelne Tiere mit der Milbe - in der Folge veränderten sich die Aktivität von 455 Genen im Gehirn der Bienen. Einige dieser Gene spielen bei Nervenfunktionen und Nahrungssuche eine Rolle. Diese Tiere erlitten auch eher Vireninfektionen als andere. Infizierte Tiere wurden nicht aus ihrem Stock vertrieben, obwohl die Milben Teile auf der Haut verändern, über deren Chemie Bienen Mitglieder ihres Volkes erkennen.  (APA/red, derStandard.at, 20. 7. 2013)

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