Foglar gegen Lehrerdienstrecht ohne Sozialpartner

17. Juli 2013, 13:03
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Verhandlungsergebnis für ÖGB-Chef beste Grundlage für Gesetz - Schüler- und Elternvertreter drängen auf Abschluss der Reform

Wien - ÖGB-Präsident Erich Foglar wendet sich dagegen, dass die Regierung über die Köpfe der Sozialpartner hinweg ein neues Lehrerdienstrecht erlassen könnte. Es gehe dabei um Arbeitszeit und Entlohnung, argumentierte er am Mittwoch im Ö1-"Mittagsjournal". Beste Grundlage für ein Gesetz sei ein Verhandlungsergebnis. Der ÖGB-Chef wies zudem die Kritik zurück, die Gewerkschaft stehe primär auf der Bremse.

Eltern- und Schülervertreter haben unterdessen im "Mittagsjournal" die Verhandler einmal mehr aufgefordert, zu einem Abschluss zu kommen, da sonst Reformen im Schulbereich verzögert würden. Projekte wie die Zentralmatura oder die modulare Oberstufe könnten derzeit "eigentlich gar nicht gemacht werden, weil dahinter die ganzen rechtlichen Bestimmungen nicht da sind", so Theodor Saverschel, Elternvertreter für mittlere und höhere Schulen. Aus Sicht von Bundesschulsprecher Felix Wagner von der ÖVP-nahen Schülerunion wäre das neue Lehrerdienstrecht ein Hebel dafür, dass nur noch motivierte Lehrer in den Klassen stehen. Wie viele Stunden Lehrer mit den Schülern verbringen müssen, ist Wagner hingegen egal - Hauptsache die Qualität stimmt. (APA, 17.7.2013)

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    Der ÖGB-Chef wies die Kritik zurück, wonach die Gewerkschaft auf der Bremse steht.

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