Weiteres "Käsemacher"-Sanierungsverfahren

17. Juli 2013, 12:13
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Nach dem Produktionszweig muss nun auch der Vertriebszweig Insolvenz anmelden

Waidhofen a.d. Thaya/Krems - Am Landesgericht Krems ist am Mittwoch - wie angekündigt - auch über "Die Käsemacher" Milch- und KäsevertriebsgmbH aus dem Waldviertel das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Im Vermögensstatus stehen laut Schuldnerangaben 3,5 Millionen Euro an Aktiva fast sieben Millionen Euro an Passiva gegenüber, so der KSV1870. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von knapp 3,5 Millionen Euro.

20-prozentige Sanierungsplanquote

Die Ursachen für die Insolvenz, von der jeweils etwa 130 Dienstnehmer und Gläubiger betroffen sind, sieht das Schuldnerunternehmen laut KSV hauptsächlich darin, dass durch die Kündigung der Kreditlinien der Hausbanken die notwendige Liquidität nicht mehr gegeben war. Auch die wirtschaftliche Verflechtung mit der ebenfalls insolventen "Die Käsemacher" Käseproduktions- und Vertriebs GmbH führten letztlich dazu, dass der Antrag auf Eröffnung des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt werden musste.

Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Edmund Kitzler aus Gmünd bestellt. Gläubiger, denen eine 20-prozentige Sanierungsplanquote, zahlbar binnen zwei Jahren, geboten wird, können ihre Forderungen bis zum 4. September anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet 14 Tage später, die Abstimmung über den Sanierungsplan am 2. Oktober statt.

Über die "Die Käsemacher" Käseproduktions- und Vertriebs GmbH wurde bereits am Dienstag das Sanierungsverfahren eröffnet. Von dieser Insolvenz sind etwa 70 Dienstnehmer und 270 bis 280 Gläubiger betroffen. Die Aktiva wurden mit etwa 7,8 Mio. Euro angegeben, die Passiva mit knapp 12,7 Mio. Euro, woraus sich eine Überschuldung von 4,9 Mio. Euro ergibt. (APA, 17.7.2013)

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