Europas Leitbörsen schließen fester

17. Juli 2013, 18:48
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Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mehrheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 16,27 Einheiten oder 0,61 Prozent auf 2.681,88 Zähler.

Für Auftrieb sorgte kurzfristig die amerikanische Notenbank Fed. Sie hat ihr Versprechen bekräftigt, die Geldpolitik noch lange locker zu halten. Auf absehbare Zeit werde der Kurs der Federal Reserve expansiv bleiben, sagte Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwoch vor Vertretern des Repräsentantenhauses in Washington. Die Arbeitslosigkeit sei weiter hoch und die Inflation gering. Ihre milliardenschwere Anleihekäufe werde die Fed so lange fortsetzen, bis sich der Arbeitsmarkt "substanziell" verbessert habe.

Bezüglich Unternehmenszahlen reihte sich die Bank of America unter die Gewinner ein und sorgte auch in Europa für positive Impulse . Sie setzt die Serie glänzender Quartalszahlen von US-Finanzinstituten wie JPMorgan oder Citigroup fort. Das Geldhaus verdiente im zweiten Jahresviertel mit 4,01 Milliarden US-Dollar 63 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Kreditinstitut die Erwartungen von Analysten. Die Aktien der Deutschen Bank zogen angesichts der Neuigkeiten nach und notierten zu Handelsschluss mit 0,39 Prozent im Plus und blieben bei 33,65 Euro stehen.

Kreditkartenanbieter unter Druck

Unter Druck gerieten hingegen die Aktien von Kreditkartenanbietern. Börsianern zufolge belasteten aktuelle Pläne der Europäischen Union zur Kappung der Kreditkartengebühren. Der "Financial Times" zufolge sehen die aktuellen Pläne nach einer Übergangslösung eine Gebührenobergrenze bei 0,2 Prozent des Transaktionsvolumens vor. Im TecDAX hielten die Wirecard-Aktien bei minus 0,16 Prozent bei 21,85 Euro, nachdem sie zeitweise um mehr als sieben Prozent abgesackt waren.

Erfreulicher verlief es hingegen für den weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton, der seine Eisenerzproduktion im vergangenen Quartal kräftig gesteigert hat. Trotz der schwächeren Wirtschaftsentwicklung in China förderte das Unternehmen mit 47,7 Millionen Tonnen 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies verhalf dem Unternehmen, das sowohl in New York, Sydney und London notiert, an der Londoner Börse zu plus 1,97 Prozent auf 1.868 Pence.

Europas größter Chipzulieferer ASML hat wegen guter Geschäfte mit Speicherchipherstellern die Umsatzprognose erhöht. ASML hatte zuletzt einen stagnierenden Umsatz auf Höhe des Vorjahresniveaus von 4,73 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Zusätzlich zu dem Umsatz aus den bisherigen Sparten dürften noch rund 180 Millionen Euro aus der Übernahme des US-Unternehmens Cymer kommen. An der Börse wurde dies mit plus 2,02 Prozent und damit einem Anstieg auf 67,82 Euro belohnt.

Novartis erwartet mehr

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat ebenfalls seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr wegen geringerer Konkurrenz durch billigere Nachahmermedikamente nach oben geschraubt. Zuvor hatten die Schweizer mit einer Stagnation der Erlöse auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Beim operativen Ergebnis vor Sonderposten werde der Rückgang nun im unteren einstelligen Prozentbereich liegen. Die Papiere notierten mit minus 0,43 Prozent bei 68,80 Franken.  (APA, 17.7.2013)

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