Das "Wunder von Lassing": 15 Jahre nach dem Grubenunglück

Ansichtssache17. Juli 2013, 14:36
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Am 17. Juli 1998 ereignete sich das folgenschwerste Bergbauunglück in der Zweiten Republik. Eine Talkum-Mine brach im Bezirk Liezen unter dem Druck großer Schlammmengen ein. Zehn Mann eines Rettungstrupps starben, ein Verschütteter überlebte beim "Wunder von Lassing"

In der ersten Nachrichtenmeldung war damals zu lesen: "Zu einem Wettlauf gegen den Tod ist es am Freitag nach einem Grubenunglück im Talkumbergbau Lassing (Bezirk Liezen) in der Obersteiermark gekommen. Ein Arbeiter wurde in 60 Metern Tiefe eingeschlossen, seine Bergung dauerte in den Nachmittagsstunden noch an.

Wie der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Ewald Bauer, unter Berufung auf einen Techniker sagte, müßte der Sauerstoffvorrat des Eingeschlossenen für 20 bis 24 Stunden reichen. Bis dahin müßte die Bergung des Verschütteten - es handelt sich um den 24jährigen Georg Hainzl aus Lassing - jedenfalls gelungen sein, hoffen die Retter."

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foto: gepa/reuters

Das erste Bild des Stolleneinsturzes vom Nachmittag des 17. Juli 1998. Zu diesem Zeitpunkt liegt der Grund für die Katastrophe noch im Verborgenen. Später wird sich herausstellen, dass der Betreiber, die Naintscher Mineralwerke, die Talkum-Mine bis knapp unter besiedeltes Gebiet ausgehöhlt hatte.

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