Novartis zahlt Ex-Chef Millionen

17. Juli 2013, 08:49
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Einnahmen und Gewinn des Pharmarisen stiegen im ersten Halbjahr, da zeigt man sich großzügig gegenüber Daniel Vasella

Basel - Der Schweizer Pharmariese Novartis hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Gewinn leicht zugelegt. Die Einnahmen stiegen gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um zwei Prozent auf 28,50 Milliarden Dollar (21,73 Milliarden Euro).

Ex-Chef fürstlich entlohnt

Geld gibt es auch für den Ex-Chef des Unternehmens. Daniel Vasella bekommt für seine Dienstleistungen 2,7 Millionen Franken (2,18 Millionen Euro) in bar plus Aktien mit einem aktuellen Marktwert von 2,2 Millionen Franken. Ab November dieses Jahres stehe Vasella für weitere Beratungstätigkeiten dann ein Tageshonorar von 25.000 Dollar zu. Sein Beratervertrag läuft bis Ende 2016. In den kommenden drei Jahren wird er mindestens 750.000 Dollar bekommen.

Vasella war Ende Jänner als Präsident zurückgetreten. Er sollte zunächst eine Abgangsentschädigung von 72 Millionen Franken erhalten. Nach einem öffentlichen Aufschrei wurde der Vertrag aber wieder aufgehoben. Die Kontroverse um Vasellas Abgangszahlung prägte nach Ansicht von Meinungsforschern die Abstimmung um die sogenannte Abzocker-Initiative.

Positiver Ausblick

Der operative Gewinn lag kaum verändert bei 5,87 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Unter dem Strich verdiente Novartis in den ersten sechs Monaten 4,97 Milliarden Dollar und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr. Eine ähnliche Entwicklung erwartet der Basler Konzern nun auch für das gesamte Geschäftsjahr. (APA, 17.7.2013)

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    Daniel Vasella

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