Britisches Parlament stimmt für Homo-Ehe

17. Juli 2013, 06:08
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Die Zustimmung von Königin Elizabeth II. fehlt noch, wird aber erwartet

London - Das britische Parlament hat den Weg für gleichgeschlechtliche Eheschließungen in England und Wales freigemacht. Das Unterhaus stimmte am Dienstag für die Legalisierung homosexueller Hochzeiten und verzichtete auf Änderungen an der Vorlage des Oberhauses. Es wird erwartet, dass Königin Elizabeth II. der Neuregelung zustimmt, so dass die ersten standesamtlichen Trauungen Homosexueller 2014 stattfinden könnten.

Ein Sprecher des Kulturministeriums erwartete, dass die Königin dem Gesetz schon am Mittwoch oder Donnerstag zustimmen werde. Vor dem Inkrafttreten ist auch noch eine Umstellung der Software in den Standesämtern erforderlich. Das Recht auf Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen gilt vorerst nicht für Schottland und Nordirland.

Mehrheit der Bevölkerung dafür

Das Gesetzesvorhaben ging auf ein Wahlversprechen der an der Regierung beteiligten Liberaldemokraten zurück. Deren Abgeordnete und diejenigen der oppositionellen Labour-Partei hatten der Vorlage bereits im Unterhaus zugestimmt. Auch in der britischen Gesellschaft gibt es eine Mehrheit für das Vorhaben.

In Großbritannien können schwule und lesbische Paare seit dem Jahr 2005 ihre Partnerschaft eintragen lassen und dadurch eheähnliche Privilegien erhalten. Den meisten Konfessionen soll nun freigestellt werden, ob sie gleichgeschlechtliche Paare trauen wollen. Die Church of England und die anglikanische Kirche in Wales sind allerdings von dieser Option ausgeschlossen. Die beiden Kirchen haben sich vehement gegen die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen. Um sie vor Klagen gleichgeschlechtlicher Paare zu bewahren, hat der Gesetzgeber sie von der Opt-in-Variante ausgenommen. (APA/red, derStandard.at, 17.7.2013)

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