Mindestens 16 Tote bei Kämpfen in Guinea

16. Juli 2013, 23:28
posten

Rund 80 Angehörige zweier Ethnien verletzt

Conakry - Bei Kämpfen zwischen Angehörigen zweier Stämme im westafrikanischen Guinea sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Etwa 80 weitere wurden bei den zwei Tage dauernden Gefechten in Koule und N'Zerekore im Südosten des Landes verletzt, wie ein Regierungssprecher in Conakry der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. Inzwischen seien zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz, in der Stadt N'Zerekore beginne sich die Lage wieder zu normalisieren.

Demnach begann die Gewalt, als drei Angehörige des Stammes Konianke am Sonntag von den Wächtern einer Tankstelle, die zu den Guerze gehörten, geschlagen und gefoltert wurden. Sie hatten den jungen Männern Diebstahl vorgeworfen. Zwei von ihnen starben wenige Stunden später an ihren schweren Verletzungen, wie aus Polizeikreisen verlautete. Daraufhin rächten sich Konianke an Mitgliedern der Guerze. Die Kämpfe, bei denen teilweise Menschen am lebendigen Leib verbrannt und mit Macheten zerhackt wurden, griffen von Koule auf die nahegelegene Regionalhauptstadt N'Zerekore über. Mehrere Häuser wurden den Angaben zufolge zerstört.

Häufige Unruhen

Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte AFP, die Regierung habe zwei ranghohe Armeeoffiziere in die Region entsandt. Diese stammten von dort, gehörten jeweils einem der verfeindeten Stämme an und sollten die Ordnung wiederherstellen.

In der Gegend nahe der Grenze zu Liberia gibt es häufig Unruhen, die beiden Stämme streiten sich auch immer wieder über religiöse Angelegenheiten. Während die Guerze in der Mehrheit Christen oder Animisten sind, sind die Konianke muslimisch. (APA, 16.7.2013)

    Share if you care.