Industrie fordert mehr Bildungsreformen von Politik

16. Juli 2013, 15:03
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Die Abgabenquote und Lohnnebenkosten sollen sinken, meint der Obmann der Bundessparte Industrie

Wien - Die Industrie fordert anlässlich der Nationalratswahl im Herbst mehr Reformen im Bildungsbereich. Auch beim Fachkräftemangel, Standort-Qualität und Wettbewerbsfähigkeit müsse wirklich etwas getan werden, sagte der Obmann der Bundessparte Industrie und Chef des Ottakringer-Konzerns, Sigi Menz, am Dienstag vor Journalisten. Die Arbeitskosten seien seit 2008 um 15 Prozent gestiegen. "Es gibt mehr Handlungsbedarf als je zuvor", sagte Menz.

Kernforderungen der Bundessparte sind die mehr Reformen im Bildungsbereich, um das Ausbildungsniveau zu sichern. Es gebe immer weniger 15-Jährige, die potenziell eine Lehre antreten könnten. Auch Maßnahmen in der Schule zur Förderung des Technikinteresses seien nötig.

Forderung nach Arbeitszeitflexibilisierung

Die Industrie-Arbeitgeber fordern zudem weiterhin eine Arbeitszeitflexibilisierung und eine Senkung der Abgabenquote und der Lohnnebenkosten. Prinzipiell seien die Belastungen für die Betriebe in den vergangenen zwei, drei Jahren gestiegen, so sei beispielsweise der Arbeitslosenversicherungsbeitrag für 58- und 59-Jährige wiedereingeführt worden. Auch die Auflösungsabgabe beim Beenden von Dienstverhältnissen in Höhe von 113 Euro ist den Dienstgebern ein Dorn im Auge.

Eine weitere Forderung an die Politik seitens der Industrie ist eine "'klare Schwerpunktsetzung" im Bereich Innovations- und Forschungsförderung - natürlich mit Aufstockung der entsprechenden Mittel. (APA, 16.7.2013)

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