Athens Ex-Finanzminister droht Haft

16. Juli 2013, 08:31
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Giorgos Papakonstantinou soll Verwandte von Steuersünder-Liste entfernt haben. Verurteilung könnte 20 Jahre Freiheitsstrafe bringen

Athen - Für den einstigen griechischen Finanzminister Giorgos Papakonstantinou wird es immer enger. Das griechische Parlament hat am Dienstag seine Immunität mit großer Mehrheit aufgehoben. Er muss sich jetzt vor der Justiz wegen eines Skandals um eine Liste mit mutmaßlichen Steuersündern verantworten.

Sondergericht möglich

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Dem früheren Finanzminister werden Datenfälschung und Pflichtverletzung vorgeworfen. Papakonstantinou soll die Namen von Verwandten aus einer Datei mit mutmaßlichen griechischen Steuersündern mit Geldeinlagen in der Schweiz gelöscht haben. Er leitete das Finanzressort 2010, als die Liste erstmals von der damaligen französischen Finanzministerin Christine Lagarde an Griechenland übergeben wurde. Papakonstantinou streitet die Vorwürfe ab.

Die Justiz wird in den nächsten Wochen entscheiden, ob er vor ein Sondergericht gestellt wird. Das gilt unter Juristen als sicher. Bei einer Verurteilung drohen Papakonstantinou bis zu 20 Jahre Gefängnis. (APA, 16.7.2013)

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    Giorgos Papakonstantinou muss sich vor Gericht verantworten.

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