Reykjavik will Städtepartnerschaft mit Moskau aufkünden

15. Juli 2013, 17:36
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Isländischer Bürgermeister begründet diesen Schritt mit Russlands Politik gegen Lesben und Schwule

Reykjavik/Moskau - Nach der Verabschiedung des umstrittenen Homosexuellen-Gesetzes in Russland will Reykjaviks Bürgermeister die Partnerschaft der isländischen Hauptstadt mit Moskau beenden. Das bestätigte eine Sprecherin der von Jon Gnarr geführten Stadt am Montag.

Die Duma hatte im Juni ein international kritisiertes Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" beschlossen. Wer in Russland im Beisein von Kindern über Homosexualität spricht, riskiert demnach künftig hohe Geldstrafen.

Einverständnis des Außenministeriums notwendig

Reykjavik und Moskau sind seit 2007 Partnerstädte, unter anderem um in der Familien- und Jugendpolitik zu kooperieren. In Anbetracht der Entwicklungen der vergangenen Jahre in Bezug auf homo-, bi- und transsexuelle Menschen in Russland habe Gnarr nun angeraten, das Abkommen zwischen den beiden Städten abzuändern oder ganz aufzulösen, berichtete das Magazin "The Reykjavik Grapevine". Das könne aber nur mit dem Einverständnis des isländischen Außenministeriums geschehen. (APA, 15.7.2013)

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