Tauwetter zwischen Google und Apple

15. Juli 2013, 11:34
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Eric Schmidt: Beziehung im letzten Jahr deutlich verbessert - Regelmäßig Treffen zu "Vielzahl von Themen"

Das Verhältnis zwischen Google und Apple kann getrost als "wechselhaft" bezeichnet werden: Was mit einer engen Partnerschaft rund um das erste iPhone begann, und seinen Höhepunkt darin fand, dass der damalige Google-Boss Eric Schmidt jahrelang im Apple-Vorstand saß, war in den letzten Jahren zu einer erbitterten Feindschaft ausgeartet. Apple-Gründer Steve Jobs hatte Google die Entwicklung von Android - und dessen Erfolg - nie verziehen.

Rückblick

Wie es in der posthum erschienen Jobs-Biographie von Walter Isaacson heißt, schwor dieser, dass er Android "zerstören", und dafür jeden Cent der massiven Apple-Rücklagen verwenden werde. Eine verhärtete Position, die dem iPhone-Hersteller selbst nicht immer zum Vorteil gereichte. So ordnete Jobs an, Google-Software soweit wie möglich aus iOS zu entfernen. Das Ergebnis war so manch überhastete Veröffentlichung, allen voran das viel kritisierte Apple Maps, das dem Ansehen des Unternehmens alles andere als zuträglich war.

Tauwetter

Nun gibt es Hinweise darauf, dass sich sie Situation zwischen den beiden Unternehmen wieder entspannt: Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters betont Google-Vorstand Eric Schmidt, dass sich das Verhältnis mit Apple im letzten Jahr deutlich verbessert habe. Es gebe laufend zahlreiche Treffen - über eine Vielzahl von unterschiedlichen Themen.

Realitätscheck

Dabei hat sich die Trennung zumindest für eine Seite durchaus gerechnet: Nach der Entfernung der Youtube-App aus iOS hatte Google umgehend eine neue Version über den App Store angeboten. Das Ergebnis: In den letzten sechs Monaten hat sich der mobile Werbeumsatz bei Youtube verdreifacht. Die zuvor in iOS integrierte Version war noch ohne Werbungen ausgekommen. (red, derStandard.at, 15.07.13)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Bild aus besseren Zeiten: Apple-Gründer Steve Jobs und der damalige Google-CEO Eric Schmidt bei der Vorstellung des ersten iPhones auf der Macworld 2007.

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