Politiker erstatten Strafanzeige wegen Bushido-Rap

15. Juli 2013, 11:13
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"Stress ohne Grund" ist schwulenfeindlich und ruft zu Gewalt auf - Klaus Wowereit und Serkan Tören gehen rechtlich vor

Berlin - Rapper Bushido muss wegen schwulenfeindlicher Passagen und Gewalt-Aufrufen in seinem neuen Lied mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit von der SPD werde Strafanzeige stellen, kündigte der stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski am Samstag an. "Wir prüfen nicht nur rechtliche Schritte, der Regierende Bürgermeister erstattet Strafanzeige in dieser Sache", sagte Schodrowski.

Auch der integrationspolitische Sprecher der FDP, Serkan Tören, will nach Informationen der "Berliner Morgenpost" Strafantrag stellen. "Das Video ist voller Hass, ich verstehe es so, dass es zu einem Mord aufruft", wurde Tören zitiert.

Staatsanwaltschaft prüft das Lied

In Bushidos gemeinsamem Song mit Rapper Shindy "Stress ohne Grund" werden auch die Namen des Comedian Oliver Pocher und der Grünen-Politikerin Claudia Roth genannt. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft das Lied bereits. Der Rapper steht mit seinen Liedern nicht das erste Mal unter Kritik. Als er etwa mit dem Medienpreis "Bambi" in der Kategorie "Integration" ausgezeichnet wurde, äußerten sowohl Lesben- und SchwulenrechtsaktivistInnen als auch Frauenrechtlerinnen Kritik an seinen menschenverachtenden Texten. (APA, red, dieStandard.at, 15.7.2013)

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    Rapper Bushido bei der Bambi-Verleihung 2011.

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