Spanien: Kriminelles Prostitutionsnetzwerk ausgehoben

15. Juli 2013, 10:42
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Frauen aus Brasilien und Venezuela wurden mit Arbeitsangeboten nach Spanien gebracht und zur Prostitution gezwungen - Zehn Festnahmen

Madrid - Die spanische Polizei hat ein kriminelles Netzwerk ausgehoben, das Frauen aus Brasilien und Venezuela mit Arbeitsangeboten nach Spanien lockte und dort zur Prostitution zwang. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden zehn Verdächtige festgenommen: sechs Hauptverantwortliche in Spanien sowie vier weitere Verdächtige in Brasilien.

Mutmaßlicher Chef des Netzwerks war demnach ein mit einer Brasilianerin verheirateter Spanier. Zusammen mit ihren beiden Kindern und der Frau ihres Sohnes bildeten sie den Angaben zufolge den "harten Kern der Gruppe". Nach dem Chef des Familienclans war bereits in Brasilien wegen Zuhälterei gesucht worden.

Im Alter von 20 bis 30 Jahren

Die nach Spanien gelockten Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren mussten nach Angaben der ErmittlerInnen in Bordellen in Galizien im Nordwesten Spaniens arbeiten. Die Kosten für die Reise in Höhe von etwa 3.000 Euro hätten sie zurückerstatten müssen. Die Bande habe ihnen ihre Pässe abgenommen und sie und ihre Angehörigen ständig bedroht. Die brasilianischen Behörden verlangten die Auslieferung des mutmaßlichen Bandenchefs. (APA, 15.7.2013)

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