ATX schließt am Montag im Plus

15. Juli 2013, 18:04
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Im Einklang mit einem freundlichen europäischen Umfeld hat die Wiener Börse den Handel am Montag mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 10,01 Punkte oder 0,43 Prozent auf 2.312,55 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sieben Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.320 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,10 Prozent, DAX/Frankfurt +0,16 Prozent, FTSE/London +0,54 Prozent und CAC-40/Paris +0,55 Prozent.

Unterstützung kam von positiv aufgenommenen Wirtschaftsdaten aus China. In der Volksrepublik ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal erwartungsgemäß um 7,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Im Vorquartal lag die Zahl noch bei 7,7 Prozent. Am Markt wurde jedoch teilweise ein stärkerer Rückgang des Wachstums in China befürchtet.

Am Nachmittag rückten dann verstärkt Daten aus den USA in den Fokus. Während die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen im Juni schwächer als erwartet ausgefallen waren, hat der Empire-State-Index, der Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe im US-Bundesstaat New York, im Juli überraschend kräftig zugelegt. Zudem sind die Lagerbestände der US-amerikanischen Unternehmen im Mai unerwartet gestiegen.

In Wien kletterten UNIQA mit plus 6,32 Prozent auf 9,90 Euro an die Spitze der Kursliste. Auch die Aktien des Branchenkollegen Vienna Insurance Group (VIG) schlossen um 2,60 Prozent fester bei 39,65 Euro.

Reges Kaufinteresse gab es zudem in Bankwerten. Erste Group gewannen 1,11 Prozent auf 21,49 Euro und Raiffeisen stiegen um 1,97 Prozent auf 20,50 Euro. Die Raiffeisen Bank International (RBI) bietet den Inhabern einer 1,5 Mrd. Euro schweren und mit 3,625 Prozent verzinsten staatlich garantierten Schuldverschreibung den vorzeitigen Rückkauf in bar an. Der Bond wäre im kommenden Jahr 2014 fällig geworden.

Dagegen sackten OMV um klare 1,89 Prozent auf 34,31 Euro ab. Der Ölkonzern hat am vergangenen Freitag die Produktion in Libyen wieder aufgenommen, die wegen der anhaltenden Unruhen seit 25. Juni unterbrochen war. Die Produktion sei nun auf normalem Niveau stabilisiert, hieß es.

Neue Nachrichten kamen in der Früh überdies zu Semperit. Bis 2015 will das Unternehmen rund 40 Mio. Euro in den polnischen Standort Belchatow zur Erweiterung der Förderbandproduktion im Segment Sempertrans investieren. Es handle sich dabei um die bisher größte organische Investition von Semperit. Die Papiere des Unternehmens lagen zu Handelsschluss um 1,26 Prozent im Plus bei 28,10 Euro. (APA, 15.7.2013)

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