Russen retten Sauber

15. Juli 2013, 11:36
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Angeschlagener Schweizer Rennstall verkündet weitreichende Partnerschaft mit Staatsunternehmen - Russischer Nachwuchspilot soll für die F1 fit gemacht werden

Hinwil - Der Formel-1-Rennstall Sauber scheint gerettet. Das unter finanziellen Problemen leidende Privatteam aus der Schweiz gab am Montag eine weitreichende Partnerschaft mit drei russischen Staatsunternehmen bekannt. "Diese umfassende Kooperation ermöglicht es, russische Innovation an der Spitze des Motorsports zu präsentieren, und sie gibt dem Sauber F1-Team eine solide Basis, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern", teilte der Rennstall mit. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Bei den neuen Partnern von Sauber handelt es sich um den Investment Cooperation International Fonds, den Staatlichen Fonds zur Entwicklung der Nord-Westlichen Russischen Föderation und das russische Institut für Luftfahrt und Technologie. Die Zusammenarbeit beinhaltet zudem ein Entwicklungsprogramm für russische Nachwuchspiloten. Sollte Sirotkin beim Saisonauftakt 2014 am Start stehen, wäre er der mit Abstand jüngste Fahrer in der Formel-1-Geschichte. Mit der Verpflichtung Sirotkins würde ein Abschied von Nich Hülkenberg bei Sauber wahrscheinlicher. Im nächsten Jahr findet in Sotschi erstmals ein Formel-1-Rennen in Russland statt.

Zuletzt gab es Spekulationen, Sauber stehe vor dem finanziellen Kollaps. Angeblich plagen den Rennstall bis zu 100 Millionen Euro Schulden. Zulieferer würden seit Monaten auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten, und auch Pilot Nico Hülkenberg habe zuletzt kein Gehalt bekommen. Das Team fährt seit 1993 ununterbrochen in der Königsklasse des Motorsports. (sid/APA/red - 15.7. 2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Peter Sauber (im Bild mit der österreichischen Teamchefin Monisha Kaltenborn) kämpft um sein Lebenswerk.

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