NSA-Chef spricht auf "Black Hat"-Hackerkonferenz

14. Juli 2013, 11:00
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Wirbel um Auftritt - "Defcon"-Betreiber bitten Regierungsanstellte um Fernbleiben

Dass Geheimdienstmitarbeiter auf Hackerkonferenzen sprechen, ist an und für sich nichts neues. Seit der Aufdeckung des NSA-Überwachungsprogramms "Prism" ist das Verhältnis zur Community aber angespannt. Die Veranstalter der Defcon-Konferenz baten Regierungsangestellte bereits, ein Fernbleiben von der Veranstaltung in Betracht zu ziehen. Nicht so auf der zeitgleich stattfindenden "Black Hat": Dort wird NSA-Chef General Keith Alexander eine Keynote halten.

Unterschiedliche Zielgruppen

Die ist insofern interessant, als dass beide Konferenzen nicht das gleiche Publikum bedienen, wie Heise erläutert. Die Defcon-Betreiber sind der Ansicht, dass es den Besuchern ihres Events aktuell kaum möglich sei, den Behördenmitarbeitern unbefangen zu begegnen. Die Organisatoren der Black Hat wiederum halten gerade wegen Prism den Zeitpunkt für einen Auftritt von Alexander für optimal, denn das Interesse am Schutz kritischer Infrastruktur sei groß.

Brisanz birgt der Auftritt des mächtigen NSA-Oberhaupts auch deswegen, weil er vergangenes Jahr noch auf der Defcon gesprochen und die Existenz eines Programmes á la Prism noch abgestritten hatte. Sowohl die Black Hat (Start am 27. Juli) als auch die Defcon (Beginn am 1. August) gehen in Las Vegas über die Bühne. (red, derStandard.at, 14.07.2013)

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    Auf der Black Hat gern gesehen: NSA-Chef Keith Alexander.

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