"Mein Kumpel Ronni ist wie ein Pony"

Rezension12. Juli 2013, 18:03
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Die Berliner Illustratorin Nadia Budde hat ein entzückendes Nonsensbuch für Kinder ab drei Jahren verfasst

Dass Hunde ihren Besitzern oft ähnlich sehen, ist eine bekannte Behauptung. Aber das funktioniert nicht nur bei Hunden, zumindest im Kinderbuch. "Es lugt ein Tier aus manchen Menschen", findet jedenfalls auch Nadia Budde und bemüht sich redlich, diesen Satz in lustigen Reimen zu belegen. Und irgendwo gibt es den Zoo zeigt also, dass man gar nicht in einen Tiergarten fahren muss, um Tiere zu sehen: "Mein Kumpel Ronni ist wie ein Pony", steht da zu lesen, oder: "Leider ist der Kasimir bissig wie ein Nagetier".

Die Berliner Illustratorin Budde hat ein Nonsensbuch für Kinder ab drei Jahren verfasst. Es ist der Mix aus kleinen Reimen und bunten, seltsamen, die Seite füllenden Personen, die für Lesespaß sorgen. Eine korpulente Frau mit rotem Haar auf einem Sofasessel findet sich da ("Und die dicke Oma Gudrun sitzt im Sessel wie ein Huhn."), so wie Opa Ignatz oder Onkel Hans-Marcel (der mit dem Bärenfell).

Nicht immer geht die Rechnung auf: Der eigene Sohn hat weniger Ähnlich­keiten mit Tieren entdeckt, er verglich die Illustrationen mehr mit seinem Umfeld. "Das ist der Papa", sagte er beispielsweise und verwies auf eines der Gesichter. Dann die Mama, die Schwester, Freunde. Das Buch ist schnell durchzublättern und ideal für eine kurze Vorlese­runde - wenn's vor dem Schlafengehen noch ein kleines Buch braucht. (Peter Mayr, Album, DER STANDARD, 13./14.7.2013)

Nadia Budde
Und irgendwo gibt es den Zoo
32 Seiten, € 15,40
Peter-Hammer-Verlag 2013

 

  • "Es lugt ein Tier aus manchen Menschen."
    foto: peter hammer verlag

    "Es lugt ein Tier aus manchen Menschen."

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