ÖVP-Abgeordneter Huainigg startet Vorzugsstimmen-Wahlkampf

12. Juli 2013, 15:09
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Kandidiert mit Bundeslistenplatz zwölf auf Kampfmandat

Wien - Ein Personenkomitee soll dem Nationalratsabgeordneten Franz-Josef Huainigg (ÖVP) über Vorzugsstimmen den Wiedereinzug ins Parlament ermöglichen.Huainigg kandidiert mit Platz zwölf auf der ÖVP-Bundesliste auf einem Kampfmandat. 2008 ist er von Platz 13 gescheitert, 2010 kehrte er aber ins Parlament zurück.

Kampagne über Social Media

"Der Listenplatz zwölf ist eine realistische Position, um reinzukommen, wenn die ÖVP in die Regierung kommt", meinte Huainigg bei einer Pressekonferenz am Freitag. Dennoch startet er einen Vorzugsstimmenwahlkampf. Ein Personenkomitee, dem auch mehrere Menschen mit Behinderungen angehören, soll seinen Wahlkampf unterstützen. Huainigg, der seit einer missglückten Impfung im ersten Lebensjahr im Rollstuhl sitzt, werde sich vor allem über seine Website und Social Media an der Kampagne beteiligen. Veranstaltungen könne er aufgrund fehlender Mobilität nur eingeschränkt besuchen.

"Jeder kann einmal behindert sein", meint Huainigg, der darauf hinweisen möchte, dass die Anliegen behinderter Menschen die gesamte Bevölkerung treffen. Gerhard Höllerer, Mitglied des Personenkomitees, will vor allem vermitteln, dass viele Projekte, die Huainigg unterstützt, nicht nur Behinderte betreffen, wie zum Beispiel das Pflegegeld.

Eintragung der Nummer reicht für Wahl

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Zahl "12". Erstmals bei einer Wahl reicht die Eintragung der Bundeslistennummer zur Abgabe einer Vorzugsstimme. Sieben Prozent der Vorzugsstimmen auf der Bundesliste sind notwendig, um ins Parlament einzuziehen. Im Jahr 2008 konnte Huainigg von Bundeslistenplatz 13 aus nicht ins Parlament einziehen. Davor war er von 2002 bis 2008 im Nationalrat. 2010 kehrte er ins Parlament zurück, nachdem Beatrix Karl in die Regierung wechselte.

Huainigg wünscht sich, dass im Nationalrat künftig mehr Abgeordnete mit Behinderungen ihren Platz finden: "Ich finde, dass jede Partei mindestens einen Vertreter haben sollte, der behindert ist." (APA, 12.7.2013)

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    Bei der Wahl 2008 verpasste Franz-Josef Huainigg den Einzug ins Parlament, er folgte 2010 Beatrix Karl nach, weil diese in die Regierung wechselte.

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