Hackerkonferenz Defcon: Geheimdienst? Nein, danke!

12. Juli 2013, 12:44
28 Postings

Nach Prism will die Szene nichts mehr vom FBI wissen - Offene Ausladung für Agenten

Es war schon seit Jahren ein reichlich "kompliziertes" Verhältnis, dass die HackerInnen-Community mit den US-Bundesbehörden pflegte. Während viele gerne ihre Abneigung gegen staatliche Spähprogramme zum Ausdruck brachten, versuchte gerade das FBI aktiv auf Konferenzen wie der Fedcon neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

Auszeit

Das soll nun zumindest fürs Erste ein Ende haben. In einem Blog-Eintrag auf der Konferenzseite spricht Defcon-Gründer Jeff Moss eine offene Ausladung an das FBI und andere Geheimdienste aus. Nach den aktuellen Vorfällen rund um Prism und Co. sei es an der Zeit eine Auszeit voneinander zu nehmen. Dies würde allen Beteiligen die Möglichkeit geben, das Verhältnis zwischen Szene und Behörden neu zu hinterdenken.

Geschichte

Nach einer lange gepflegten Abneigung - immerhin hatten die Behörden immer wieder Szenegrößen ins Gefängnis befördert - war das Verhältnis zwischen Defcon und Geheimdiensten in den letzten Jahren merklich aufgetaut. So gab es zuletzt nicht nur ganz offizielle Stände von der NSA auf der Konferenz, im Vorjahr durfte der Chef des Geheimdienst sogar einen - umstrittenen - Vortrag halten. (red, derStandard.at, 12.07.13)

Link

Defcon

  • Artikelbild
    grafik: defcon
Share if you care.