Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

12. Juli 2013, 18:27
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag nach gutem Start uneinheitlich geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 6,45 Einheiten oder 0,24 Prozent auf 2.674,87 Zähler. Der DAX hingegen profitierte von den Kursgewinnen der Daimler-Aktien und schloss mit einem Plus von 53,97 Punkten oder 0,66 Prozent bei 8.212,77 Einheiten.

Gestützt wurden die Börsen anfangs von den positiven Vorgaben der Wall Street. Dort hatten die Standardwerte-Indizes am Donnerstag auf einem neuen Rekordhochs geschlossen. Zudem hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) den Ausblick für die Bonität des Euro-Krisenlandes Irland auf "positiv" angehoben. Am Nachmittag trübte sich die Börsenstimmung aber zunehmend ein. Neue US-Konjunkturdaten fielen verhalten aus.

Daimler-Aktien sind nach vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal mit kräftigen Gewinnen an die Euro-Stoxx-50-Spitze gesprungen. Am Nachmittag verteuerten sich die Anteile an dem Stuttgarter Autobauer um 6,17 Prozent auf 52,35 Euro. In deren Windschatten stiegen auch die Aktien von VW um 1,24 Prozent auf 167,35 Euro. BMW-Titel erhöhten sich um 70,52 Prozent auf 0,53 Prozent.

An der Londoner Börse sprangen die Invensys-Titel um 15,43 Prozent auf 508 Pence hoch. Der britische Technologiekonzern teilte mit, er habe vom französische Elektronikkonzern Schneider Electric einen vorläufigen Übernahmevorschlag von 505 Pence je Aktie erhalten. Die Offerte bewertet Invensys mit umgerechnet knapp vier Milliarden Euro. Den Kaufpreis wolle Schneider mit 319 Pence in bar und 186 Pence in neuen eigenen Aktien bezahlen. Für die Schneider-Aktien ging es in Paris um 4,06 Prozent auf 55,70 Euro steil bergab, womit sie sich als zweitschlechtester Wert im Euro-Stoxx-50 einreihten.

Auch sonst standen Technologiewerte im Fokus der Anleger: Beim Beratungs- und IT-Unternehmen Capgemini sorgten starke Zahlen eines Konkurrenten für ein Kursplus von 1,80 Prozent. Das indische Unternehmen Infosys hatte sowohl mit seinem Quartalsgewinn als auch mit seinem Umsatzausblick positiv überrascht. Die Titel des deutschen Softwareunternehmens SAP reihten sich mit plus 1,16 Prozent an der dritten Stelle im Euro-Stoxx-50 ein.

Unterdessen konnte Nokia mit der Ankündigung, ein neues Smartphone mit einer hochauflösenden 41-Megapixel-Kamera auf den Markt zu bringen, nicht punkten: Die Aktien des einstigen Handy-Weltmarktführers fielen um 1,32 Prozent auf 3,15 Euro

Größte Verlierer waren zum Wochenausklang eindeutig die Versorgerwerte. Der italienische Energiekonzern Enel büßte 4,71 Prozent auf 2,30 Euro ein, der spanische Branchenkollege Iberdrola schloss mit einem Kursverlust von 3,35 Prozent bei 3,87 Euro. (APA, 12.7.2013)

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