Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

12. Juli 2013, 11:59
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während sich der Nikkei-225 Index in Tokio um 33,67 Zähler oder 0,23 Prozent höher bei 14.506,25 Punkten behauptete, gab es Hongkong und China Verluste. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 160,21 Zähler (minus 0,75 Prozent) auf 21.277,28 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 33,50 Punkte oder 1,62 Prozent auf 2.039,49 Punkte.

Uneinheitlich schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.236,06 Zählern mit einem Minus von 12,86 Punkten oder 0,40 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney legte um 10,6 Zähler oder 0,21 Prozent auf 4.957,50 Einheiten zu.

Die Börsen in Hongkong und am chinesischen Festland reagierten laut Marktbeobachtern auf neue Daten zum Wirtschaftswachstum in China. Dieses wird nach den Prognosen der Regierung schlechter als erwartet ausfallen. Nachdem vor vier Monaten die Regierung noch 7,5 Prozent als Ziel ausgegeben hatte, bezifferte Finanzminister Lou Jiwei das Wachstum für dieses Jahr nun nur noch mit 7 Prozent. Das habe der Minister nach Gesprächen mit US-Regierungsvertretern in Washington gesagt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag.

An der Hongkonger Börse stiegen die Aktien des Computerherstellers Lenovo um 0,56 Prozent auf 7,19 Dollar. Lenovo hat bei den Computer-Verkäufen den bisherigen Spitzenreiter Hewlett Packard vom Thron gestoßen. Im zweiten Quartal hat Lenovo rund 12,7 Mio. Geräte (-0,6 Prozent) abgesetzt, gefolgt von HP mit 12,4 Millionen (-4,8 Prozent), geht aus Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens Gartner hervor.

Als Kursstütze in Japan sehen Experten die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über eine Fortsetzung der lockeren amerikanischen Geldpolitik und positive Erwartungen für die Berichtssaison. Unter den Einzelwerten im Nikkei-225-Index waren die Titel von Glaskonzern Nippon Sheet Glass mit einem Plus von 10,78 Prozent sehr gesucht. Auch die Aktien des Klimaanlagenherstellers Dainippon Screen kletterten 5,67 Prozent auf 578 Yen. Beide Werte machten dank des gesunkenen Yens frühere Verluste gut. Fast Retailing, ein Schwergewicht des Index, war mit einem satten Minus von 5,81 Prozent Schlusslicht im Nikkei. Die Bekleidungskette steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal zwar um 56 Prozent, enttäuschte die Investoren aber mit schwachen Umsätzen am Heimatmarkt.

In Australien erholten sich die Aktien von Newcrest Mining. Sie stiegen um 8,92 Prozent auf 12,09 australische Dollar. Seit Oktober 2012 befindet sich die Aktie auf Talfahrt, zuletzt sorgte der Ausstieg eines großen Fonds für Kursverluste. Der Goldminenkonzern ist durch die gefallenen Goldpreise unter Druck gekommen. (APA, 12.7.2013)

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