Euro grenzt Tagesverlust ein

12. Juli 2013, 17:21
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Der Euro hat sich heute, am Freitag, im späten Handel gegenüber dem US-Dollar etwas von seinen Tagesverlusten erholt. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,3052 Dollar und damit höher zum heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Euro/Dollar-Kurs erlebe momentan eine Korrektur nach den kräftigen Zugewinnen infolge der Bernanke-Aussgen vom vergangenen Mittwoch, kommentierte ein Händler. Beschleunigt werde diese auch von den politischen Problemen in Portugal, hieß es weiter.

Nach den Aussagen von Fed-Präsidenten Ben Bernanke, der die Furcht vor einem Ende des billigen Geldes gedämpft und die Finanzmärkte weltweit in Euphorie versetzt hatte, war der Euro in der Nacht auf Donnerstag über die Marke von 1,32 Dollar gestiegen. Dieses Niveau konnte die Gemeinschaftswährung aber nicht lange halten und pendelte sich um die Marke von 1,3080 Dollar ein. Zum Wochenausklang korrigiert der Euro/Dollar-Kurs weiter nach unten, wobei vor allem die sich abzeichnenden Probleme in Portugal für Belastung sorgen. Die Regierung des Krisenlandes hatte zuletzt wegen der schwierigen politischen Lage um eine Verschiebung der nächsten Kontrolle der Geldgeber-Troika gebeten.

"Die Südstaaten haben immense Probleme", kommentierte Experte Thorsten Gellert vom Devisen-Broker Forex Capital Markets. Von daher werde die EZB weiterhin mit einer sehr lockeren Geldpolitik unterstützen müssen. "Das sollte den Euro langfristig nicht gerade stärken - ich sehe den Euro zum Dollar eher unter 1,30 als darüber", sagte Gellert.

Zuletzt profitierte der Euro etwas von schwachen US-Daten. So hat sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima weiter eingetrübt. Der Index fiel von Juni auf Juli um 0,2 Punkte auf 83,9 Zähler zurück, wie die Universität am Freitag mitteilte. Es ist bereits der zweite Rückgang in Folge. Analysten hatten hingegen mit einer Aufhellung gerechnet. (APA, 12.7.2013)

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