Dutzende Tote bei Gewalt im Irak

11. Juli 2013, 21:08
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Angriffe auf Sicherheitskräfte und schiitische Trauerfeier

Bagdad - Bei Angriffen auf Sicherheitskräfte und eine schiitische Trauerfeier sind am Donnerstag im Irak dutzende Menschen getötet worden. Allein bei einem Doppelanschlag auf eine schiitische Trauergemeinde wurden am Abend zehn Menschen getötet. Nach Angaben von Polizisten und Ärzten in Mukdadiyah nordöstlich der Hauptstadt Bagdad gab es außerdem mehr als 20 Verletzte. Zunächst explodierte demnach eine Autobombe beim Trauerzelt. Als Rettungskräfte eintrafen, sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft.

Militante Sunniten verüben häufig Anschläge auf die im Irak in der Mehrheit befindlichen Schiiten, die sie als Ketzer ansehen. Im Irak hat die konfessionell motivierte Gewalt seit Jahresbeginn wieder deutlich zugenommen.

Im Nordwesten des Irak töteten bewaffnete Angreifer nach Angaben von Polizisten und Ärzten 14 Sicherheitskräfte. Der Angriff ereignete sich auf einer Straße zwischen Haditha und Baiji etwa 200 Kilometer nördlich von Bagdad. Bei den Todesopfern handelte es sich demnach um drei Soldaten sowie um elf Milizionäre. Diese waren mit der Bewachung von Ölanlagen beauftragt. Weitere tödliche Anschläge auf die Polizei gab es mit Sprengsätzen und Schusswaffen unter anderem in Tikrit, Khaldiya, und Fallujah. (APA, 11.7.2013)

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