Lange Tanznacht

11. Juli 2013, 17:37
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Die kleine Grenzstadt Bleiburg/Pliberk wird unter dem Motto "Tanz an der Grenze / Ples na meji / Dance on the borderline" zur großen Bühne

Als sich Johann Kresnik 2009 entschied, eine Produktion im Kulturhaus / Kulturni dom der slowenischen Minderheit in seiner Heimatgemeinde Bleiburg/ Pliberk durchzuführen, tat er dies ganz bewusst. Der Unbeugsame wollte einen Raum neu besetzen, der von Voreingenommenen gemieden wurde. Der Tanztheaterabend - das Jura-Soyfer-Stück Auf uns kommt es an - mit dem Musiker Karlheinz Miklin, Profis aus Europa und Tänzerinnen aus der Region wurde ein großer Erfolg und gilt heute als Startschuss für einen neuen Frühling des zeitgenössischen Tanzes in Kärnten.

Seit 2011 ist in Bleiburg/ Pliberk in dieser Hinsicht auch das Centre for Choreography (CCB) aktiv: Unter dem Motto "Tanz an der Grenze / Ples na meji / Dance on the borderline" geht es dem CCB-Team heuer mit Unterstützung der internationalen Tanzszene darum, Literatur durch Tanz neu zu interpretieren. Bei "B:orders - eine lange Nacht des Tanzes" wird die kleine Grenzstadt heute, Freitag, zur großen Bühne. 40 Performer zeigen am Kiki-Kogelnik-Brunnen, im Werner-Berg-Museum, auf Brücken und Innenhöfen, dass Kunst jeden Ort bereichert. Einer der Höhepunkte: Martin Dvorak und Omar Rojas Ruis zeigen ein Stück zu Pier Paolo Pasolini. Die zweite Uraufführung gilt dem literarischen Vermächtnis des widerspenstigen Kärntner Literaten Janko Messner. Die Johann Kresnik Filmtage widmen sich filmischen Dokumenten des monumentalen OEuvres von Kresnik. (szg, DER STANDARD, 12.7.2013)

  • Uraufführung: Dagmar Dachauer in "Krazko" nach Janko Messner.
    foto: ccb

    Uraufführung: Dagmar Dachauer in "Krazko" nach Janko Messner.

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