Briten überschätzen Einwanderung, Kriminalität und Sozialbetrug

11. Juli 2013, 14:33
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Befragte glauben, dass ein Viertel der Sozialleistungen betrügerisch erschlichen wird - Tatsächlich sind es nur 0,7 Prozent

London - Die Briten überschätzen einer neuen Studie zufolge wesentliche gesellschaftliche Phänomene wie Einwanderung, Kriminalität und Sozialbetrug. In der Untersuchung der Royal Statistical Society und des Londoner King's College mit mehr als 1.000 Befragten gab eine klare Mehrheit an, nach ihrer Überzeugung werde ein Viertel der Sozialleistungen auf der Grundlage von Betrug ausgezahlt - tatsächlich sind es den Studienautoren zufolge nur 0,7 Prozent.

Zuwanderung höher eingeschätzt

Die Briten glauben demnach auch, dass ein Drittel der Bevölkerung aus Zuwanderern besteht - tatsächlich sind es nur 13 Prozent. Sie sind sich mehrheitlich zudem sicher, dass die Kriminalitätsrate immer weiter steigt - tatsächlich lag sie im vergangenen Jahr fast 20 Prozent unter der von 2006.

"Politiker müssen anfangen, den tatsächlichen Zustand des Landes beim Namen zu nennen, statt die Zahlen zu frisieren", sagte Hetan Shah, Exekutivdirektor bei der Royal Statistical Society. "Und die Medien müssen versuchen, Dinge reell zu beleuchten, statt sie zu Sensationen aufzubauschen." (APA, 11.7.2013)

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