Europas Leitbörsen schließen einheitlich im Plus

11. Juli 2013, 18:10
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Donnerstag einheitlich mit Kursgewinnen beendet. Der Euro-Stoxx-50 steigerte sich um 0,81 Prozent und schloss bei 2.681,32 Zähler.

Für Auftrieb sorgten am Berichtstag die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über eine unvermindert sehr lockere Geldpolitik. Er sorgte mit seiner Zusicherung "sehr expansiver Geldpolitik für absehbare Zeit" für gute Stimmung an den internationalen Finanzmärkten.

Italien hat am Donnerstag mit langlaufenden Staatsanleihen weniger Kapital an Land ziehen können als geplant, wurde ferner bekannt. Mit einer Platzierung dreier Schuldtitel nahm das rezessionsgeplagte Euroland insgesamt 6,35 Milliarden Euro auf, wie aus Zahlen der italienischen Notenbank hervorgeht. Die Mittelaufnahme blieb damit gut 150 Millionen Euro hinter dem Platzierungsziel zurück. Die zu zahlenden Renditen stiegen im Vergleich zu früheren Auktionen überwiegend an.

Am Nachmittag rückten zudem aktuelle US-Wirtschaftsdaten in den Fokus. So sind die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 16.000 auf 360.000 Anträge geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Bankvolkswirte hatten nur mit 340.000 neuen Anträgen gerechnet. Die Preise für importierte Güter sind im Juni hingegen überraschend gefallen.

Ein Branchenvergleich zeigte den Rohstoff-Sektor als größten Gewinner. Die Aufschläge erfolgten jedoch auf breiter Front. Gut gesucht zeigten sich auch Chemie- und Technologiewerte. Finanzwerte tendierten hingegen uneinheitlich.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 konnten ArcelorMittal mit plus 3,93 Prozent den deutlichsten Kursanstieg vorweisen. ASML Holdings verbesserten sich um 2,56 Prozent und BASF zogen um 1,79 Prozent nach oben.

Auf der Verliererseite fanden sich hingegen Axa mit minus 1,77 Prozent sowie ING Groep, die um 1,55 Prozent nachgaben. UniCredit büßten in Mailand 0,77 Prozent ein.

Beim französischen Autobauer Renault sorgte eine Abstufung durch das US-Analysehaus Bernstein für Kursverluste von gut zwei Prozent. BMW konnten sich hingegen um 1,67 Prozent verbessern und VW lagen 1,32 Prozent im Plus. (APA, 11.7.2013)

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