Googles Moto X: Bis zu 500 Millionen Marketing-Budget

11. Juli 2013, 10:34
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Das Smartphone soll für Motorola Mobility die Wende einleiten

Für Motorola Mobility wird 2013 ein wichtiges Jahr. Einst eine führende Größe im Android-Smartphone-Geschäft, konnte man in den vergangenen Jahren das Interesse der Kunden immer seltener wecken und bäckt in Sachen Marktanteil kleinere Brötchen.

Dieser liegt laut The Verge mittlerweile unter fünf Prozent, außerhalb des US-Marktes liegt Motorola weitgehend unter der Wahrnehmungsschwelle. Letztes Jahr trennte sich der Mutterkonzern von seiner Mobile Devices-Sparte und veräußerte sie an Google.

Mit dem Moto X zur Trendwende

Gewinne hat Motorola seitdem nicht geschrieben, laut IDC – so schreibt das Wall Street Journal - konnte man im ersten Quartal dieses Jahres überhaupt nur noch einen Prozent aller weltweit verkauften Geräte stellen. Dafür arbeitet man eifrig an einem Geräteportfolio, das den Umschwung bringen soll. Allen voran das lange nur als Gerücht existierende und (vermeintliche) Leaks bekannte "Moto X", vormals bekannt als "X-Phone".

Von dem Android-Smartphone gibt es neben dem Namen kaum bestätigte Details. Es soll sich von Kunden beim Bestellen bereits anpassen lassen – von verschiedenen Systemeinstellungen wie Bildschirmhintergrund oder Klingeltöne bis hin zum Gehäuseelementen in Wunschfarbe mit optionaler Gravur. Gefertigt wird großteils in Texas.

Keine Angst vor niedrigen Margen

Eine Reihe von Sensoren soll das Gerät intelligent genug machen, um auf das Verhalten des Nutzers im Kontext zu reagieren und ihm so das Leben zu erleichtern. Beispielsweise soll das Moto X erkennen können, wann es sich auf einer Autofahrt befindet und sich automatisch in den Freisprechmodus mit Spracheingabe umschalten können.

Last but not will Motorola ein in Sachen Performances solides Device zum leistbaren Preis abliefern. Kolportierterweise wird sich die Hardware zwischen Mittelklasse- und Highend-Segment bewegen. Angst vor einer niedrigen Gewinnmarge scheint man nicht zu haben, das legten Aussagen von Firmenchef Dennis Woodside bereits vor einiger Zeit nahe. Eher rechnet man bei Motorola damit, dass die Preise für potente Geräte in Zukunft noch sinken werden.

Dem Moto X werden in den USA anscheinend auch neue Phones aus der "Droid"-Reihe zur Seite gestellt. Man wird weiter auf die langjährige Partnerschaft mit dem Provider Verizon bauen.

Bis zu 500 Millionen Dollar

In einer ersten Zeitungsanzeige wurde das Moto X bereits angeteasert und passend zum Independence Day die Betonung auf die Fertigung in den USA gesetzt. Dies dürfte für Motorola und Google aber nur der Beginn einer großen Marketingkampagne sein.

Wie das Wall Street Journal schreibt, könnten bis zu 500 Millionen Dollar dafür investiert werden, das Smartphone in den USA und anderen Märkten bekannt zu machen. (red, derStandard.at, 11.07.2013)

  • So sieht angeblich das Moto X aus, das für Motorola Mobility die Trendwende einleiten soll.
    foto: tinhte.vn

    So sieht angeblich das Moto X aus, das für Motorola Mobility die Trendwende einleiten soll.

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