Preissteigerung von 74 Prozent bei Erdäpfeln

11. Juli 2013, 15:31
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Ein Einkaufskorb mit Lebensmitteln ist im Jahresvergleich um acht Prozent teurer geworden

Wien - Ein Einkaufskorb mit Lebensmitteln ist im Jahresvergleich um acht Prozent teurer geworden - und das gilt für die günstigsten Produkte. Das zeigt ein aktueller AK-Preismonitor mit den 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln in fünf Supermärkten und bei drei Diskontern in Wien.

"Wer aufs Geld schauen muss, achtet sehr wohl auf den Preis, bevor er es ausgibt. Und viele müssen mit ihrem Geld streng haushalten", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik in der Arbeiterkammer.

Der aktuelle Preismonitor zeigt: Bei den preiswertesten Lebensmitteln dreht sich die Preisspirale weiter nach oben. Kostete im Juni 2012 der Warenkorb mit den jeweils günstigsten Produkten durchschnittlich 46,22 Euro, so müssen Konsumenten jetzt mit durchschnittlich 50,03 Euro rechnen - ein Plus von 8,2 Prozent. In den untersuchten Supermärkten (Billa, Merkur, Spar, Interspar, Zielpunkt) kostet der Einkaufskorb um durchschnittlich zwölf Prozent mehr als bei den Diskontern (Hofer, Lidl, Penny).

Starke Teuerung auch bei Äpfeln

Einige Lebensmittel haben sich im Jahresvergleich stark verteuert - ein paar Beispiele: Erdäpfel (plus 74 Prozent), Äpfel (plus 47 Prozent), Teebutter (25 Prozent), Reis (plus 19 Prozent), Tomaten (plus 16 Prozent), Mineralwasser und Orangensaft (plus 13 Prozent).

Bauernbund-Präsident Jakob Auer sieht den Handel in der Verantwortung: "Dass sich der Handel speziell bei landwirtschaftlichen Produkten und Gütern des täglichen Bedarfs mit üppigen Margen die Butter aufs Brot verdient, ist bekannt. Viel weniger bekannt ist leider, dass die Bauern bei Preiserhöhungen, die der Konsument berappen muss, durch die Finger schauen."

"Preise im Lebensmittelhandel werden nur dann erhöht, wenn die Hersteller nachweisen können, dass dies aufgrund erhöhter Kosten notwendig ist", kontert eine Sprecherin von der Spar Handels AG gegenüber der Austria Presseagentur. Man bemühe sich, "im Spannungsfeld zwischen Lieferanten und Kunden Balance herzustellen", heißt es seitens Rewe.

Zur Erhebung: Die Arbeiterkammer prüfte die Preise für Lebens- und Reinigungsmittel im Juni in fünf Supermärkten (Billa, Interspar, Merkur, Spar, Zielpunkt) und bei drei Diskontern (Hofer, Lidl, Penny) in Wien. Es wurde das jeweils preiswerteste erhältliche Produkt erhoben, also das mit dem günstigsten Grundpreis (zum Beispiel ein Liter, ein Kilogramm). Dabei handelt es sich meist um Eigenmarken. Der Vergleich enthält keinen Qualitätsvergleich. Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kundenkarten-Vorteilspreise. (red, derStandard.at, 11.7.2013)

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    Selbst bei den günstigsten Lebensmitteln gibt es kräftige Preissteigerungen

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