"Longhorn ist etwas gruselig"

12. August 2003, 11:38
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Microsoft-Gründer Bill Gates: Kommendes Windows verlangt von Anwendern einiges an Umstellungsbereitschaft

Bill Gates, seines Zeichens Gründer von Microsoft, zeigt sich derzeit in Analystenkreisen ungewohnt redselig. Nach seinen Ausführungen zu Linux, SCO und die GPL (der WebStandard berichtete) äußerte sich Gates nun auch zum kommenden Windows Betriebssystem "Longhorn".

"Longhorn ist etwas gruselig"

Wie PC Welt berichtet, verblüffte der Microsoft-Gründer beim alljährlichen Analystentreffen in der Konzernzentrale in Redmond, die anwesenden Zuhörer mit Aussagen wie: "Longhorn ist etwas gruselig....wir sind bereit, Dinge zu ändern" oder "Longhorn ist innovativ....da muss noch einiges gemacht werden" und "Wir brauchen ein Big Bang-Release, um Aufregung zu erzeugen".

Das bringt "Longhorn"

Windows "Longhorn" soll sich deutlich von seinem Vorgänger unterschieden und verlangt daher auch von den Anwendern einige Umstellungsbereitschaft. So äußerte Gates in diesem Zusammenhang etwa die Vermutung, dass Windows-gewohnten Anwender Longhorn vielleicht nicht auf Anhieb mögen würden, da es gegenüber seinen Windows-Vorgängern sehr viele Unterschiede aufweise. Da es bei "Longhorn" eine Fülle von Veränderungen und Neuerungen im Vergleich zu den Vorgängerversionen geben wird, hält Gates es für möglich, dass Anwender ein bis zwei Jahre brauchen, bis sie Longhorn wirklich akzeptiert und verinnerlicht hätten.

Noch kein genaues Datum

Auf der WinHEC hatte Gates den Starttermin für "Longhorn" für 2005 angekündigt. Im Analystengespräch herrschte zu diesem Thema jedoch betonte Zurückhaltung. Windows Longhorn soll dann auf den Markt kommen, wenn die innovativen Features umgesetzt worden sind und die Neuerungen integriert sind. Man werde nicht auf die Innovationen verzichten, nur um ein Releasedatum zu schaffen, so Gates. Noch gibt es keine ausführlichen offiziellen Angaben zu den Änderungen und Neuerungen in Windows Longhorn. Bislang sickerte nur durch, dass die größten Änderungen die grafische Bedienoberfläche (den Desktop) und ein neues Dateisystem betreffen würden. Eine Betaversion von Longhorn ist aber bereits für 2004 geplant.(red)

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