Windows schneller als die Maus erlaubt

6. August 2003, 13:41
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"Zaubern" mit der Tastatur

Hilfe, will uns da wer in die DOS-Steinzeit zurückwerfen? Bestimmt nicht. Doch die grafische Oberfläche von Windows verdeckt oft genug den Blick auf effizientere Lösungen. Wo man per Maus nicht weiterkommt oder wo ein zermürbender Klick-Marathon droht, greift der Windows-Virtuose flugs in die Tasten, schreibt das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe.

Wenige Kommandos

Wer schon einmal versucht hat, unter Windows das Inhaltsverzeichnis eines Ordners für ein CD-Inlay auszudrucken oder 42 Dateien in einem Rutsch eine neue Endung zu verpassen, dürfte als Maus-Fetischist resigniert haben. Dabei hätten wenige Kommandos in der so genannten Eingabeaufforderung helfen können. Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt sie durchaus abschreckend: Es gibt weder Menüs noch Schaltflächen oder sonstige Hinweise darauf, was man denn nun eigentlich damit anfangen kann. Das System empfängt Befehle, indem man ihren Namen per Tastatur eingibt und die Zeile mit einem Druck auf die Return-Taste abschließt. Viel mehr hat diese Konsole aber mit dem DOS-Fenster älterer Windows-Versionen nicht mehr gemein: In letzter Zeit eingeführte und weitgehend unbeachtet gebliebene Funktionen machen den Umgang damit deutlich komfortabler und effizienter als früher.

"Wirklich gute Unterstützung gibt in diesem Fall die Windows- Hilfe"

"Viele kleine, aber nützliche Kommandos sind schnell zu lernen", so c't-Redakteur Hajo Schulz. "Wirklich gute Unterstützung gibt in diesem Fall die Windows- Hilfe." Wo die zahlreichen, oft jedoch gut versteckten Befehle für sich genommen nicht ausreichen, kann man sie zu völlig neuen Kommandos kombinieren: Wenige Zeilen Text, gespeichert in einer so genannten Batch- Datei, reichen aus, um ein kleines Hilfsprogramm selbst zu stricken - etwa, um abends ohne großen Aufwand automatisch ein Backup zu erstellen oder einen Virenscan zu starten.

Wer sich ein wenig tiefer in die Materie einarbeiten will, kann auch so nützliche Dinge wie einen flexiblen Wecker programmieren. Über den Taskplaner bringt Windows zwar bereits einen Wecker mit, doch lässt dessen Funktionsvielfalt zu wünschen übrig: Einen Weckruf "in fünf Stunden" kann man nicht eingeben, es muss schon die genaue Uhrzeit sein.(red)

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