Van Goghs Elternhaus wieder aufgebaut

13. Mai 2005, 14:08
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Eine naturgetreue Nachbau aus Holz wurde, geschmückt mit 250000 Blumen, kürzlich eröffnet

Zundert - Zum 150. Geburtstag des Malers Vincent van Gogh (1853-1890) hat sein niederländisches Heimatdorf Zundert sich und seinem größten Sohn ein Geschenk gemacht: Das Elternhaus Van Goghs wurde wieder aufgebaut und mit 250.000 Blumen geschmückt. Allerdings besteht der naturgetreue Nachbau nur aus Holz.

Und weil die eigens für dieses Fest gezüchteten Dahlien auf Wänden und Dach nicht lange halten, wird der Van-Gogh-Erinnerungsbau am Dienstag wieder verschwunden sein. Das Haus mit der Nummer A 29, in dem Vincent am 30. März 1853 zur Welt kam, war nach heutigen Maßstäben bescheiden. Der niederländisch-reformierte Pastor Theodorus van Gogh und seine Frau Anna Cornelia lebten dort mit zeitweilig fünf Kindern, zwei Dienstmädchen und zwei Ziegen unter einem Dach.

Vincent, der Pastorensohn aus kleinen Verhältnissen, hat die ersten 16 Jahre seines Lebens in dem Nest an der belgischen Grenze verbracht. In Zundert ist nichts davon erhalten geblieben. Dennoch, ein echtes Stück von seiner Hand findet sich im kleinen Museum des heute 16.000 Seelen großen Ortes - eine Bleistiftskizze von zwei Bauern mit Spaten. Aus seinen Tagen hat noch die kleine Kirche von 1805 überdauert, in der sich Vincents Vater wirkte.

Farbdrucke der weltberühmten Werke van Goghs schmücken Zundert an jeder Ecke. Zudem strahlten am Wochenende kräftige Van-Gogh-Farben in tiefem Dunkelrot und leuchtendem Gelb von den Blumen an dem nachgebauten Elternhaus. (APA)

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    foto: epa/robert van den berge
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