Neues irakisches Magazin benennt sich nach Ex-Minister Sahhaf

1. August 2003, 17:17
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Harter Konkurrenzkampf in boomender Medienlandschaft

Im harten Konkurrenzkampf um die boomende Medienlandschaft in Irak hat sich ein neues Wochenmagazin durch seine Namensgebung einen Aufmerksamkeitsvorsprung verschafft: Die am Samstag erstmals erschienene Zeitschrift "El Sahhaf" benannte sich nach dem für seine skurrilen Auftritte im Irak-Krieg bekannt gewordenen damaligen Informationsminister Mohammad Said el Sahhaf. Er habe einen Namen gewollt, der die Leser anziehe, erläuterte Chefredakteur Moajed Neemat Abdel Rassak der Nachrichtenagentur AFP.

"Kultstatus"

Sahhaf hatte während des Krieges mit seinen teils bizarren Verdrehungen des Kriegsgeschehens regelrecht Kultstatus erlangt. Von angelsächsischen Medien wird der frühere Informationsminister auch "Comical Ali" genannt, weil er bis zur Eroberung Bagdads das Herannahen der alliierten Streitkräfte wortreich geleugnet hatte. Der ehemalige Minister lebt heute mit seiner Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Seit dem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein am 9. April sind im Irak 161 neue Pressetitel erschienen. (APA/AFP)

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