Ein bisschen Microsoft ist überall - auch in Linux

6. August 2003, 11:28
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Bill Gates im Analysten-Gespräch über SCO vs. IBM, GPL und den Microsoft-Code in Linux

Der Konflikt zwischen der SCO und IBM und in weiterer Folge der gesamten Linux-Community ist nun auch für Microsoft-Gründer Bill Gates ein Thema. In einem mit Analysten-Gespräch mit www.crn.com spricht Gates über die Auswirkungen, die Problematik, die Linux-Achillesferse "GPL" und Microsoft-Code in Linux.

GPL als Achillesferse

Für Gates stellt die General Public License (GPL) für Linux eine Achillesferse dar. Aus seiner Sicht würde diese Vorgehensweise das so genannte "Cross-Licensing" - die gegenseitige Lizenzierung - von Firmen erschweren. Unter der GPL müssen durchgeführte Anpassungen, Veränderungen und Anwendungen offengelegt werden - daher gibt es auch sehr wenige Linux-Patente. Diesen Umstand wertet Gates als Mangel.

Breitseite gegen Linux

Aus Sicht des Microsoft-Gründers würden Rechtsunsicherheiten und die angesprochene GPL der Akzeptanz von Linux in Unternehmen langfristig schaden. Aus Sicht von Bill Gates hat sich nicht nur SCO-Code in den Linux-Code "verirrt", auch Code von anderen Unternehmen wie etwa auch Microsoft hat seinen Weg in den Linux-Code gefunden. ("However, Gates said intellectual property from SCO and other companies--including Microsoft--has found its way into the code"). Auch Steve Ballmer, der dem Analysten-Gespräch beiwohnte, sieht Probleme und Unsicherheiten bei Anwender und Unternehmen in Bezug auf Codeteile von unterschiedlichen Firmen.(red)

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    montage: red
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