"Die Zeit" wieder nachhaltig in den schwarzen Zahlen

1. August 2003, 17:17
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Auflagenstärkste Qualitätszeitung Deutschlands

Die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" ist nachhaltig in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem Gewinn von einer Million Euro im Jahr 2001 und 3 Millionen 2002 werden für 2003 sogar 3,9 Millionen Euro erwartet, wie Geschäftsführer Rainer Esser in Hamburg mitteilte. "Der Umsatz liegt stabil bei 75 Millionen Euro", sagte Esser. Er erinnerte daran, dass "Die Zeit" nach den marktrelevanten Studien zu Auflage und Leserzahl wieder auflagen- und reichweitenstärkster Titel unter den Qualitätszeitungen ist.

Rote Zahlen von 1996 bis 2000

Die "Zeit" war von 1996 bis 2000 durchgehend in den roten Zahlen. 1996 übernahm der Holtzbrinck-Verlag das Blatt. "In den letzten drei Jahren haben wir zehn Millionen Euro eingespart und fünf Millionen Euro zusätzliche Erlöse erzielt", erklärt Esser den Durchbruch in die Gewinnzone und ergänzt: "Die Zeit spielt optisch und inhaltlich wieder ganz vorne mit." Grafik und Reporter hätten in den letzten Jahren zahlreiche Preise gewonnen. Er wies auf die neue Ausrichtung und Weiterentwicklung des Blattes durch die Chefredakteure Josef Joffe und Michael Naumann hin, die 2000 das Blatt übernommen hatten.

Nach einem Tiefpunkt der Auflage im Jahr 2000 mit 435.000 sind nach der IVW inzwischen wieder 447.000 erreicht, wie Esser mitteilte. Zu den besten Zeiten lag das Blatt bei 500.000. In den letzten zwölf Monaten allein konnten mehr als 10.000 zusätzliche Abonnements gewonnen werden. (APA/AP)

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