Neuer Internet-Hype erreichte Wien

4. August 2003, 10:58
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"Ein gruppenchaotischer Prozess, der betont unpolitisch ist" - Nach Aufruf im Internet "Flashmob" auf Wiener Mariahilfer Straße

Erst seit 24 Stunden kursierte der Aufruf im Internet: "Treffpunkt 15.00 bis 15.15 Uhr Straßenbahn Volkstheater" - Auftakt für den ersten Wiener "Flashmob". Das ist eine spontane Ansammlung von Menschen, um eine gemeinsame sinnlose Aktion zu starten und sich kurz darauf wieder in alle Winde zu verstreuen. Die Idee entstand vor rund einem Monat in New York. Seitdem zieht der neue Internet-Hype über die ganze Welt.

"Trenne dich von der Gruppe"

Bisher hauptsächlich in den Vereinigten Staaten abgehalten, fand der erste europäische "Flashmob" am Donnerstag in Rom statt. Am Freitag war Wien an der Reihe.

Am Treffpunkt angekommen, erhielt man von den Organisatoren einen Zettel mit Instruktionen. "Begib dich zur Mariahilfer Straße 49. Betritt um exakt 15.45 Uhr das Geschäft GIL. Rufe einen Freund an, erzähle diesem, dass du jetzt noch schnell einkaufen gehst, weil du dann zum Flughafen musst, und plaudere ein oder zwei Minuten mit ihm. Verlasse dann um 15.50 Uhr wieder das Geschäft und trenne dich von der Gruppe."

"Ein gruppenchaotischer Prozess"

Diesem Aufruf sind rund 50 Leute nachgekommen und haben exakt die Instruktionen befolgt. Die Verkäufer im edlen Textiliengeschäft waren recht erstaunt. "Dieser Überraschungseffekt ist das Wesen des 'Flashmobs'", sagten die zwei Organisatoren, Verres und Naeher, die sich auch erst am Donnerstag via Chat kennen gelernt und am Freitag zum ersten Mal gesehen hatten. "Ein gruppenchaotischer Prozess, der betont unpolitisch ist", erläutern sie den "Zweck" des spontanen Treffens.(APA)

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"Flashmob"

Der nächste "Flashmob" wird voraussichtlich am 31. Juli in Wien stattfinden.

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