Kfz in Österreich EU-weit am teuersten

3. August 2003, 20:36
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EU-Vergleich zeigt Nachteile für Käufer - Gesamte Liste zum Download

Außer in Deutschland gelten in Österreich die EU-weit höchsten Autopreise - diesen Befund stellte am Freitag die EU-Kommission in Brüssel wieder einmal aus. In ihrem regelmäßigen Bericht zur Kfz-Preisentwicklung verglich die Abteilung von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti die empfohlenen Endverbraucherpreise vor Steuern.

Der größere Preisabstand in der Union wurde beim Fiat Seicento gemessen. Der Kleinwagen wird im teuersten Land Österreich mit 7390 Euro um 45,5 Prozent teurer angeboten als im billigsten Land Spanien. Insgesamt bei elf Modellen verlangen die Hersteller in Österreich einen Zuschlag von über 20 Prozent gegenüber dem billigsten Land.

Zwar kalkulieren Hersteller die Preise vieler Fahrzeuge (noch) mit Blick auf die nationalen Steuern, doch auch hierbei kommen österreichische Kunden trotz besonders hoher Belastungen - Mehrwertsteuer plus Normverbrauchsabgabe - nicht günstiger davon. Monti hofft nun auf die Wirkungen seiner neuen Gruppenfreistellungsverordnung für Kfz, die ab 1. Oktober umgesetzt sein muss. (DER STANDARD Printausgabe, 26./27.7.2003)

Jörg Wojahn aus Brüssel
  • Pkws im Preisvergleich:
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