Oracle bessert Angebot für PeopleSoft auf

1. August 2003, 10:46
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Softwarekonzern will nun 7,5 Mrd. Dollar für Übernahme aufwenden

Für die Übernahme des US-Softwareunternehmens PeopleSoft will Oracle nunmehr tiefer in die Tasche greifen als ursprünglich angekündigt. Der Softwareriese wird für die als feindlich eingestufte Übernahme seines Konkurrenten insgesamt 7,5 Milliarden Dollar aufwenden, berichtet das Wall Street Journal. Das ursprüngliche, bereits aufgebesserte Offert, war bei 6,3 Milliarden Dollar gelegen.

Preise

Dass die versuchte Übernahme dem kalifornischen Konzern noch teurer kommt, hängt aber nicht mit einer Erhöhung des Preises pro Aktie zusammen. Vielmehr hat sich der Kauf von PeopleSoft verteuert, da das Unternehmen seinerseits seinen Konkurrenten J.D. Edwards im Zuge eines Aktientausches übernommen hatte. Oracle hat in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC jetzt darauf reagiert und sein Übernahmeangebot formell auf J.D. Edwards ausgeweitet.

Zeitrahmen

Ursprünglich hatte der nach Microsoft zweitgrößte Softwarekonzern der Welt in seinem Übernahmeangebot ein Schlupfloch eingebaut: Demnach hätte Oracle sein Angebot zurückziehen können, wenn J.D. Edwards ein Teil des Deals geworden wäre. Dieses Schlupfloch hat Oracle jetzt selbst geschlossen. Das aktuelle Offert ist bis 15. August begrenzt, Oracle hat aber bereits angekündigt, den Zeitraum gegebenenfalls zu verlängern. Die PeopleSoft-Übernahme hängt aber wegen kartellrechtlicher Bedenken ohnehin an einem seidenen Faden. (pte)

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