Feuchte Wände können Asthma auslösen

10. Juli 2013, 18:55
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Ein Studie zeigt, dass Kinder, die regelmäßig feuchten Wohnbedingungen ausgesetzt sind, häufiger an Asthma und Neurodermitis erkranken

Ulm - Kinder, die unter feuchten Wohnbedingungen aufwachsen, haben ein vielfach erhöhtes Risiko, an Asthma, allergischem und nichtallergischem Schnupfen (Rhinitis) und Neurodermitis zu erkranken. - Das ist das Ergebnis der "International Study of Asthma and Allergies in Childhood" (ISAAC), für die rund 46.000 Eltern von acht- bis zwölfjährigen Kindern in 20 Ländern befragt wurden.

Mit einem standardisierten Fragebogen erhoben die Wissenschaftler den Gesundheitszustand des Kindes. Darüber hinaus wurde ermittelt, ob zum Zeitpunkt der Untersuchung beziehungsweise im ersten Lebensjahr des Kindes an Wänden und Decken der elterlichen Wohnung Feuchtigkeitsflecken oder Schimmel sichtbar waren. Daneben interessierten sich die Forscher noch für die sonstigen Wohnumstände, den Lebensstil sowie allfällige allergische Erkrankungen der Eltern.

Hauptauslöser für Asthma: Feuchtigkeit und Schimmel

In einem zweiten Schritt führten die Wissenschaftler bei über 26.000 Kindern Allergietests durch. Zusätzlich wurden Staubproben aus den Wohnzimmern von mehr als 1.100 Haushalten auf Hausstaubmilben untersucht. "Unsere Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma, Rhinitis sowie atopischem Ekzem - unabhängig von der allergischen Disposition des Kindes. Es handelt sich sogar um den stärksten und konsistentesten Zusammenhang mit einem Umgebungsfaktor, den wir im Laufe der ISAAC-Studie festgestellt haben", sagt Gudrun Weinmayr von der Universität Ulm. 

Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass Feuchtigkeit und Schimmel in stärkerem Ausmaß Auslöser von asthmatischen Erkrankungen sind als etwa Hausstaubmilben. Der postulierte Zusammenhang war einheitlich für fast alle untersuchten Länder - von westeuropäischen Staaten und Neuseeland über Albanien und China - festzustellen. In weniger entwickelten Weltregionen war die Korrelation zwischen Feuchtigkeit und Asthma allerdings besonders stark: Gemäß der ISAAC-Studie kamen nasse Wohnbedingungen in Brasilien auffällig häufig vor. "Tatsächlich gab es in dem südamerikanischen Land auch die meisten asthmakranken Kinder", so Weinmayr. (red, derStandard.at, 10.7.2013)

  • Die Forscher gehen davon aus, dass Feuchtigkeit und Schimmel in stärkerem Ausmaß Auslöser von asthmatischen Erkrankungen sind als Hausstaubmilben.

    Die Forscher gehen davon aus, dass Feuchtigkeit und Schimmel in stärkerem Ausmaß Auslöser von asthmatischen Erkrankungen sind als Hausstaubmilben.

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