Niki stellt geliehenes Personal direkt an

10. Juli 2013, 15:46
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Air-Berlin-Chef Prock-Schauer erfüllt alte Forderung der Personalvertreter

Wien/Schwechat/Berlin - Das Personal der Air-Berlin-Tochter Niki ("flyniki") wird ab 1. Jänner 2014 nicht mehr über Labour Pool Personalleasing GmbH beschäftigt werden, sondern direkt bei der Niki Luftfahrt GmbH selbst angestellt sein - das berichtet das Internetportal Austrian Aviation Net. Damit erfüllt Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer eine alte Forderung der Personalvertreter.

Betroffen sei von der Umstellung das gesamte fliegende Personal sowie die Techniker und das Personal an den Ticketschaltern, berichtet Aviation Net. Was sich in Bezug auf die Dienstverträge - und einen möglichen Kollektivvertrag - ändern wird, sei derzeit noch offen.

Hinter der Leiharbeitsfirma Labour Pool steht der ehemalige Kurzzeit-Finanzminister Andreas Staribacher (SPÖ), ein Freund von Niki Lauda. Der Luftfahrt-Personaldienstleister hat laut Firmen-Compass 2011 einen Umsatz von 31,5 Mio. Euro erzielt und damit 140.000 Euro Gewinn (EGT) gemacht.

Laut eigener Homepage beschäftigt Niki 836 Mitarbeiter - tatsächlich sind es viel weniger, da mehr als 700 in die Leiharbeitsfirma ausgelagert sind. Das Personalleasing-Modell bei Niki gibt es seit dem Airlinestart im Jahr 2003, einen Branchen-Kollektivvertrag für die Luftfahrt haben die dort Beschäftigten nicht. (APA, 10.7.2013)

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