US-Trend: Medienkonzern Tribune spaltet Zeitungssparte ab

11. Juli 2013, 12:29
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Orientierung an Rupert Murdoch - Versuch einer Neuaufstellung nach Insolvenzgefahr im vergangenen Jahr

Vor dem Hintergrund schrumpfender Zeitungsauflagen spaltet sich ein weiterer US-Medienkonzern auf. Die Tribune Company wird ihr Verlagsstandbein mit traditionsreichen Titeln wie der "Chicago Tribune", "Los Angeles Times" oder "The Baltimore Sun" in ein eigenständiges Unternehmen auslagern und dessen Anteile unter ihren Aktionären verteilen. Das Medienhaus konzentriert sich künftig vor allem auf seine 42 lokalen Fernsehsender, wie es am Mittwoch in Chicago ankündigte.

Die Tribune Company geht damit einen ähnlichen Weg wie die größere News Corp. von Rupert Murdoch. Der australisch-amerikanische Medienzar hatte Ende Juni die Aufspaltung seines Imperiums durchgezogen. Dabei trennte er Zeitungstitel wie das "Wall Street Journal" oder die britische "Sun" von seinen wesentlich einträglicheren Fox-Fernsehsendern und seinem Hollywood-Studio 20th Century Fox ab. Auch der Bezahlsender "Sky Deutschland" gehört zu Murdochs Medienreich.

Neuaufstellung

Bei der Tribune Company gibt es schon länger Spekulationen, dass sie ihre Zeitungstitel verkaufen könnte. Das Unternehmen war erst Ende vergangenen Jahres der Insolvenz entkommen und arbeitet seitdem an einer Neuaufstellung. Sichtbarstes Zeichen war die Ankündigung in der vergangenen Woche, für 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro) insgesamt 19 TV-Stationen zu übernehmen. Damit stieg die Tribune Company zu einem der größten Anbieter lokaler Fernsehprogramme in den USA auf. Ein genauer Plan zur Aufspaltung soll bis zur Mitte nächsten Jahres ausgearbeitet werden. (APA, 10.7.2013)

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    Der traditionsreich gestaltete Eingang der "Chicago Tribune".

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