"Plättcheneis": Ein noch zu erforschender Faktor in der Eisbildung

14. Juli 2013, 19:00
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Deutscher Forscher auf aktueller Antarktis-Expedition sammelt Daten für Trierer Projekt

Trier - Wenn sich wie vergangenen Dienstag am Pine-Island-Gletscher gewaltige Eisberge vom antarktischen Eisschild lösen, sorgt das für Schlagzeilen. Relevante Prozesse müssen aber nicht notwendigerweise nur in Dimensionen von Kilometern ablaufen.

Von Forschungsarbeiten am anderen Ende der Größenskala berichtet die Universität Trier. Eine Arbeitsgruppe der Universität unter der Leitung von Günther Heinemann untersucht den Beitrag von sogenanntem "Plättcheneis" zur Eisbildung in der Antarktis. Plättcheneis ist Eis, das sich aus unterkühltem Wasser aus Schelfeis-Kavernen am Rand der Antarktis bildet und sich an der Unterseite des Meereises anlagert. Die großflächige Rolle von Plättcheneis für das Meereis rund um die Antarktis ist weitgehend unbekannt.

Das Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts befindet sich derzeit auf seiner zweimonatigen Winterexpedition und durchquert dabei das Weddellmeer, das größte Randmeer der Antarktis. Ein Mitarbeiter des Trierer Projekts ist mit an Bord und soll Messdaten vor Ort liefern. Gleichzeitig werden in Trier hochauflösende Satellitendaten gespeichert, die später zusammen mit den Feldmessungen ausgewertet werden sollen. (red, derStandard.at, 14. 7. 2013)

 

  • Anfang Juli 2013: Forschungsarbeiten im Dunkel des antarktischen Winters.
    foto: stefan hendricks/awi

    Anfang Juli 2013: Forschungsarbeiten im Dunkel des antarktischen Winters.

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