Lob und Tadel für BIG

10. Juli 2013, 13:05
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Rechnungshof: Baukrise abgewendet, aber Wirkung des Konjunkturpaketes II nicht evaluiert

Wien - Der Rechnungshof hat sich die Bundesimmobiliengesellschaft BIG angesehen und ein differenziertes Bild gezeichnet. Beim Neubau des Institutsgebäudes für Technische Chemie der TU Wien gab es Lob für die termingerechte Fertigstellung und die Einhaltung der projektierten Baukosten von rund 36 Mio. Euro. Allerdings wäre es auch günstiger gegangen. Mängel bei Planung und Umsetzung könnten zu Mehrkosten von rund 1,6 Mio. Euro führen, was sich wiederum auf die Mietkosten negativ auswirken könnte.

Und auch bei der Auftragsvergabe lief nicht alles glatt. "Der Auftrag für den Generalplaner wurde entgegen den Bestimmungen des Vergaberechts nicht öffentlich ausgeschrieben", kritisieren die Prüfer im heute, Mittwoch, veröffentlichten Rechnungshof-Endbericht.

Überprüft wurde auch die Umsetzung des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung aus dem Jahr 2008. "Während die Investitionsziele für Neubau/Generalsanierungsmaßnahmen und Instandhaltung erreicht wurden, gelang es nicht, Projekte für thermische Sanierungsmaßnahmen im geplanten Umfang umzusetzen", heißt es in dem Bericht. Ein Einbruch der Bauwirtschaft wie in anderen europäischen Ländern habe nicht stattgefunden, allerdings habe es das Wirtschaftsministerium unterlassen, die Treffsicherheit der Maßnahmen des Konjunkturpaketes II zu evaluieren. (APA, 10.7.2013)

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