Betrugsverdacht: Dutzende Wiener Fahrschüler um Kursgeld geprellt

10. Juli 2013, 12:19
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Fahrschüler wurden ohne Fahrschulbewilligung lukriert und standen dann vor verschlossenen Türen

Wien - Die Wiener Polizei ermittelt gegen mehrere Personen wegen Betrugs rund um eine Wiener Fahrschule. Wie der "Kurier" am Dienstag berichtete, sollen Mitarbeiter des Betriebs im Bezirk Landstraße mit Geld und Akten untergetaucht sein. Die Fahrschule soll nach Zurücklegung der Fahrschulbewilligung am 5. Juli weiter Schüler aufgenommen haben, daher werde wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt, berichtete Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Fahrschüler, die am Montag den Kurs besuchen wollten, standen vor verschlossenen Türen. Die Betroffenen hatten im Voraus eine Pauschalpreis von 599 Euro für den B-Führerschein bezahlt - ein deutlich günstigerer Preis als in der Branche üblich. Bei der Polizei gehen nun laufen Anzeigen ein: "27 Personen sind bereits protokolliert", sagte Keiblinger.

Möglicherweise bereits zweiter Betrugsfall

Der Inhaber der Fahrschule wurde am Dienstag einvernommen. Gegen zwei weitere, namentlich bekannte Personen werde ebenfalls ermittelt, so der Polizeisprecher. Nun gelte es, die genaue Schadenssumme zu eruieren. Mittlerweile hat sich auch der Verein für Konsumenteninformation (VKI) eingeschaltet, um Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche zu unterstützen.

Laut Recherchen des "Kurier" soll der Geschäftsführer der Fahrschule Hintermann eines ähnlichen Falles aus dem Jahr 2010 gewesen sein. Damals seien bei einer Fahrschule in Kaisermühlen 800 Führerscheinanwärter um ihr Geld gebracht worden sein. (APA, 10.7.2013)

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