Europas Leitbörsen schließen überwiegend leichter

10. Juli 2013, 18:30
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Ratingabstufung Italiens drücken etwas auf die Kurse

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach unerwartet gesunken Import- und Exportdaten aus China überwiegend leichter aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich nach zwei Gewinntagen leicht um 0,17 Prozent auf 2.659,71 Zähler.

"Als Belastungsfaktoren erweisen sich das schwächelnde Wirtschaftswachstum in China sowie die Herabstufung der italienischen Kreditwürdigkeit", so ein Experte. Vor allem in Mailand wurde die Stimmung von diesem Schritt der Ratingagentur Standard & Poor's belastet, der FTSE MIB-Index schloss mit einem Minus von 0,72 Prozent. Die Experten sehen schwache Aussichten für die weitere konjunkturelle Entwicklung des Krisenlandes und liegen mit ihrer Einstufung nur noch zwei Stufen über "Ramsch"-Niveau. Der Ausblick ist nun "negativ".

Aus Branchensicht wurden in Europa die als defensiv geltenden Aktien der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller favorisiert. Eine deutliche Kursschwäche gab es im Bankensektor und hier vor allem bei den italienischen Branchenvertretern zu sehen. Die UniCredit-Titel gaben um 1,90 Prozent auf 3,62 Euro nach. Banco Santander verbilligten sich um 1,07 Prozent und Intesa San Paolo verbuchten einen Kursrückgang von in der Höhe 2,06 Prozent. Deutsche Bank konnten hingegen ein Kursplus von 1,91 Prozent einstreifen.

Unter den Einzelwerten rückten auch die Papiere von Burberry ins Blickfeld der Akteure. Sie zogen gegen den Markttrend um fast fünf Prozent an und setzten sich damit in London an die "Footsie"-Spitze. Der Hersteller hochpreisiger Bekleidung hatte im ersten Geschäftsquartal den Umsatz dank einer erfolgreichen Sommerkollektion stärker als erwartet gesteigert.

An der Mailänder Börse gaben die Aktien von Generali um 2,32 Prozent nach. Das Versicherungsunternehmen will seine deutsche Tochter von der Börse nehmen. Nach dem Kauf eines 3-Prozent-Anteils von Privatinvestoren halte man nun 96 Prozent an der Generali Deutschland Holding, hieß es.

Analystenkommentare sorgten ebenfalls für Impulse. So kletterten Beiersdorf-Papiere nach einer Empfehlung von Morgan Stanley 1,96 Prozent hoch. Analyst Erik Sjogren glaubt, dass der Konsumgüterhersteller in diesem Jahr in seiner Branche beim Ergebniswachstum zu den Besten gehören wird. (APA, 10.7.2013)

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