Russland will Beweise für Chemiewaffeneinsatz syrischer Rebellen haben

    10. Juli 2013, 12:01
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    UN-Botschafter: Sarin und Raketen selbst hergestellt

    New York/Moskau/Damaskus - Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin hat den Vereinten Nationen nach eigenen Angaben Beweise für die Verwendung des Nervengifts Sarin durch syrische Rebellen übergeben. Russische Experten seien nach dem Rebellenangriff auf Khan al-Assal in der Nähe von Aleppo am 19. März an Ort und Stelle gewesen und hätten Belege aus erster Hand zusammengetragen, sagte Tschurkin am Dienstag. Die USA reagierten äußerst skeptisch auf die Vorwürfe.

    Nach russischen Angaben töteten die Aufständischen bei ihrem Angriff 26 Menschen mit einer Rakete vom Typ Bashar 3, darunter 16 Regierungssoldaten. "Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen klar, dass das in Khan al-Assal benutzte Projektil nicht industriell hergestellt wurde und mit Sarin gefüllt war", sagte Tschurkin.

    Über die Erkenntnisse will Russland auch die westlichen Vetomächte im UN-Sicherheitsrat - USA, Frankreich und Großbritannien - unterrichten. Diese haben ihrerseits die syrische Armee beschuldigt, mehrmals Chemiewaffen gegen die Rebellen eingesetzt zu haben.

    "Wir müssen erst noch Beweise sehen, die die Behauptung decken, dass irgendjemand anderes als die syrische Regierung in der Lage ist, Chemiewaffen einzusetzen oder dies getan hat", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney. Er rief den syrischen Staatschef Bashar al-Assad auf, eine von UN-Experten geführte Untersuchung der Giftgasvorwürfe zuzulassen. (APA, 9.7.2013)

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