Haberleitners Hirngespinste

Einserkastl9. Juli 2013, 18:43
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Der neue Eigentümer ist auf Investorensuche

Dayli ist seit 4. Juli pleite. Der neue Eigentümer ist auf Investorensuche, "es gibt aber nichts Neues", richtet ein Sprecher aus. Vielleicht gut so, denn was es seit August 2012 an Neuem gegeben hat, spottet jeder Beschreibung. Da hat Ing. Rudolf Haberleitner Schlecker Österreich übernommen, seine Pläne blieben Hirngespinste. Zitate dazu:

Haberleitner im August 2012: "Wir werden den österreichischen Bürgern in der Nahversorgung alles geben, was er für den täglichen Bedarf braucht. Wir werden auch Mietautos vor den Shops stehen haben. (...) Wir haben ein ganzes Paket von Investoren an Land gezogen, die für den Zeitpunkt der Expansion da sind. (...) Ich denke nicht an einen Plan B, ich denke an die Zukunft. (...) Ich habe in den letzten 30 Jahren gut 250 Transaktionen abgewickelt. Profis kennen mich, die Plaudertaschen nicht. (...) Bis 2016 will ich 52 Mio. Euro investieren. (...) Ich will 3000 Filialen in 20 Ländern, ich will den ganzen Balkan, so schaut's aus."

1. Juli: "Von Insolvenzgefahr kann gar keine Rede sein. Wir haben 3800 Mitarbeiter in Österreich, die wollen wir alle halten." 4. Juli: "Wir werden voll mit dem Unternehmen weiterfahren, nicht nur an allen jetzigen 750 Standorten. Im Gegenteil, die geplanten 1300 Standorte bis 2016 sind ohne weiteres möglich."

Dayli-Verkäuferin über ihre leere Filiale; 9. Juli: "Am Nachmittag stehe ich leider wieder im Geschäft und gebe acht, dass die Ware nicht abhaut." (gra, DER STANDARD, 10.7.2013)

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    foto: epa/herbert neubauer
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