Vorwärts Tirol: Hosp und Oppitz-Plörer schweigen nach Rücktrittswelle

9. Juli 2013, 15:55
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Unklar, ob Generalversammlung am 19. Juli stattfindet

Innsbruck - Nach dem Rücktritt von Hans Lindenberger als Parteiobmann von Vorwärts Tirol und seinen massiven Angriffen und Beschuldigungen gegen Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) und Ex-ÖVP-Landesrätin Anna Hosp sind die beiden Politikerinnen auf Tauchstation gegangen. Oppitz-Plörer war seit Montagmittag trotz mehrmaliger Versuche nicht zu sprechen, über ihr Büro ließ sie lediglich "Kein Kommentar" ausrichten.

Auch Hosp nicht erreichbar

Auch Hosp und der mittlerweile wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten entlassene Parteigeschäftsführer Lucas Krackl waren nicht zu sprechen. Somit blieb vorerst auch unklar, ob die von Oppitz-Plörer und Hosp für den 19. Juli geplante Generalversammlung tatsächlich stattfinden wird. Lindenberger und die drei weiteren Landtagsabgeordneten von Vorwärts Tirol, die allesamt ihre Vorstandsfunktionen niedergelegt haben, hatten ihre Teilnahme an einer Generalversammlung am 11. Juli abgesagt.

Die vier Abgeordneten wollen vorerst weiter als Landtagsklub unter dem Namen Vorwärts Tirol firmieren. Sie erhalten jährlich 200.000 Euro Klubförderung. Um die Parteienförderung in der Höhe von rund 700.000 Euro werde man ab dem kommenden Jahr nicht mehr ansuchen, kündigte Lindenberger an.

"Druck von Oppitz-Plörer und Hosp"

Lindenberger hatte am Montag bei einer Pressekonferenz von einem unerhörten Druck der "beiden Damen" Oppitz-Plörer und Hosp gesprochen, der in letzter Zeit das Maß der Unerträglichkeit erreicht habe. So sei man unmittelbar nachdem deren Versuche gescheitert waren, einen der Vorwärts-Abgeordneten zum Mandatsverzicht zugunsten von Hosp zu bewegen, mit einer Wahlkampf-Rechnung eines Innsbrucker Unternehmers von rund 700.000 Euro konfrontiert worden. Der Unternehmer, angeblich ein Vertrauter Hosps und Oppitz-Plörers, sei bis zum heutigen Tag nicht in der Lage gewesen, die Richtigkeit seiner Forderung mit Unterlagen zu belegen.

Zudem hat laut dem Vorwärts-Klubobmann ein überfallsartiger Putsch stattgefunden. Die Gegenseite habe nicht statutenkonform zu der Generalversammlung der Partei für den 19. Juli geladen. Gegen Krackl habe man inzwischen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet, so Lindenberger. Die Buchhaltung sei im Argen gelegen, Krackl habe das Haus mit leeren Computern und gelöschten Mails verlassen. (APA, 9.7.2013)

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