Europas "Arbeitspferd" für zukünftige All-Transporte nimmt Gestalt an

9. Juli 2013, 14:01
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Nach aktuellem Konzept soll die Rakete im kommenden Jahrzehnt bis zu 6,5 Tonnen in den Orbit bringen

Paris - Das Projekt "Ariane 6" ist zwar noch nicht endgültig beschlossene Sache, nimmt aber immer konkretere Formen an. Das Projektteam der Raumfahrtorganisation ESA hat das von der Industrie vorgeschlagene Konzept am Dienstag gebilligt. Die Planung sieht unter anderem vor, dass die neue Trägerrakete im Unterstufenbereich über vier Triebwerke mit jeweils rund 135 Tonnen Festtreibstoff verfügen wird. Drei davon sollen in der ersten Stufe eingesetzt werden, das vierte Triebwerk treibt die zweite Stufe an. Dazu solle eine Oberstufe kommen, die sich am Konzept der Ariane-5-ME-Oberstufe orientiert. Als Treibstoffe würden dort Flüssigsauerstoff und Flüssigwasserstoff dienen.

Endgültige Entscheidung im nächsten Jahr

Die Ariane 6 soll Europas "Arbeitspferd" für den Zugang zum Weltraum im nächsten Jahrzehnt und darüber hinaus werden. Dabei ist eine Beförderungsleistung von drei bis 6,5 Tonnen geplant, um sowohl staatlichen als auch kommerziellen Anforderungen zu genügen. Ob die Ariane 6 wirklich gebaut wird, ist allerdings noch unklar. Deutschland würde als einer der Hauptgeldgeber der ESA lieber erst einmal nur die Ariane 5 weiterentwickeln (Ariane 5 ME). Eine Entscheidung soll auf der ESA-Ministerratssitzung im kommenden Jahr getroffen werden. Vor allem Frankreich drängt auf den Bau der Ariane 6, weil der Staat auf neue Aufträge die heimische Industrie hofft. (APA/red, derStandard.at, 09.07.2013)

  • Wird das Projekt bewilligt, dann soll die Ariane 6 in den 2020'er Jahren Europas "Arbeitspferd" für Flüge ins All werden.
    illustration: esa–d. ducros

    Wird das Projekt bewilligt, dann soll die Ariane 6 in den 2020'er Jahren Europas "Arbeitspferd" für Flüge ins All werden.

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